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Rolls-Royce: Neue Kunden durch neue Modelle

Autor: Andreas Wehner

Der Luxusautobauer baut seine Modellpalette aus – im Frühjahr startet der neue Dawn. Deutschland-Chef Peter Schoppmann erläutert, wie sich die Zielgruppe der Marke verändert.

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Peter Schoppmann, Regional Direktor für Deutschland bei Rolls-Royce.
Peter Schoppmann, Regional Direktor für Deutschland bei Rolls-Royce.
(Foto: Wehner)

Redaktion: Herr Schoppmann, im kommenden Jahr haben Sie mit dem Dawn ein weiteres Modell im Portfolio. Wie wird sich das auf die Absatzzahlen auswirken?

Peter Schoppmann: Der Dawn wird uns nächstes Jahr beim Absatz einen sehr großen Schritt voranbringen. Das Auto wird ab Frühjahr 2016 ausgeliefert. Die Nachfrage weltweit ist bereits jetzt sehr groß.

Erzählen Sie mir etwas über den Dawn. Man hat den Eindruck, dass man bei dem Modell mehr Lockerheit transportieren möchte. Wird das Auto die Wahrnehmung von Rolls-Royce verändern?

Vor allem verändert sich die Zielgruppe: Sie wird jünger. Wir wollen die Wahrnehmung der Marke nicht verändern, sondern sie weiterentwickeln. Und das seit Jahren sehr behutsam. Wir sind eine moderne Luxusmarke und werden jünger. Das haben wir schon mit dem Wraith ein Stück weit geschafft, und mit dem Dawn werden wir einen noch größeren Schritt in Richtung soziale Verträglichkeit der Marke Rolls-Royce machen.

Schön gesagt. Wer werden die Käufer des Dawn sein?

Wir werden in Deutschland etwa 80 Prozent Neukunden haben. Unsere Kunden sind sehr heterogen. Was sie eint, ist Wohlstand.

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Kommen wir zu den Verkäufen insgesamt. Sie sind in Deutschland beim Absatz Ende August knapp über Vorjahresniveau. Wie beurteilen Sie diese Situation?

Wir sind sehr zufrieden. Wir liegen per August mit 71 Einheiten leicht über Vorjahr und dieses Ergebnis ist höher einzuschätzen als 2014. Damals kam der Wraith neu auf den Markt. Nichts desto trotz rechnen wir damit, mehr als 100 Fahrzeuge zu verkaufen.

Wie sehr war und ist Rolls-Royce – auch aufgrund des Einschnitts 2003 –eine Eroberungsmarke? Und wie sehen Sie sich in der Zukunft?

Wir entwickeln die Marke weiter, steigern unsere Verkäufe und damit kommt es auch zu Eroberungen. Der Großteil der Eroberungen kommt durch die Erweiterung des Produktportfolios. Aber wir stellen in Deutschland fest, dass nicht jeder neue Rolls-Royce-Kunde von einer anderen Superluxusmarke gewechselt ist. Sehr viele Kunden kaufen sich einen weiteren Rolls-Royce hinzu. Auf der anderen Seite: Auch Kunden besonders sportlicher Fahrzeuge werden älter – und dann ist Rolls-Royce eine sehr interessante Alternative, vor allem die Modelle Wraith und Dawn.

Wie wichtig ist der deutsche Markt für Rolls-Royce?

Wir sind unter den Rolls-Royce-Absatzmärkten an siebter Stelle und damit innerhalb der Top-10. Das ist für uns absolut ok. Der deutsche Markt ist vor allem im Gesamtkonzept für Europa maßgeblich – denn Deutschland ist ein Schlüsselmarkt für die Autoindustrie.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«