Suchen

Rückrufaktion für Renault Clio und Dacia Logan

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jakob Schreiner

Renault bereitet für den Clio wegen mangelnder Standfestigkeit der Rücksitzlehne eine größere Rückrufaktion in Deutschland vor – konkrete Infos sollen folgen. Mehr Details gibt es zu einer kleineren Aktion wegen erhöhten CO2-Emissionen für den Dacia Logan.

Firmen zum Thema

Von dem Rückruf in Frankreich waren rund 70.000 Clio betroffen.
Von dem Rückruf in Frankreich waren rund 70.000 Clio betroffen.
(Bild: Renault)

Renault bereitet einen größeren Rückruf für den Kleinwagen Clio vor. Ursache ist eine nicht ausreichende mechanische Festigkeit der Lehne der hinteren Sitzbank. Dadurch könnten bei einem heftigen Frontalaufprall schwere Gepäckstücke im Kofferraum die Insassen auf der Rückbank verletzen, heißt es in einem Warnhinweis französischer Behörden.

Im Heimatland des Kleinwagens müssen nach unseren Informationen fast 70.000 Fahrzeuge in die Vertragswerkstatt. Die Mitarbeiter installieren dort einen Verstärkungsbügel am zentralen Gelenk der Rücksitzlehnen. „Deutschland bereitet den Rückruf vor. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen uns jedoch noch keine detaillierten Informationen hierzu vor“, sagte Martin Zimmermann, Vorstand Kommunikation von Renault Deutschland auf Nachfrage.

Mehr Auskünfte konnte er zu einem kleinen Rückruf für den Dacia Logan liefern. Demnach müssen im Rahmen der Aktion „0CJ8“ Fahrzeuge mit einem Aerodynamik-Paket (PREM06) in die Vertragswerkstatt. Sie liefen zwischen 7. September 2016 und 13. Januar 2017 vom Band. Von den weltweit 7.862 betroffenen Logan seien 1.911 Einheiten in Deutschland zugelassen, so Zimmermann.

Grund für den Rückruf seien „möglicherweise leicht höhere“ CO2-Emissionen als in den Unterlagen ausgewiesen, hieß es weiter ohne nähere Angaben zur tatsächlichen Abweichung. Verantwortlich dafür sei eine fehlende Spoilerlippe am vorderen Stoßfänger. Die Spoilerlippe werde nun nachgerüstet sowohl bei Diesel- als auch bei Benzinermodellen. Dafür sind etwa 20 Minuten Arbeitszeit vorgesehen. Der Rückruf läuft laut Zimmermann bereits seit Mai dieses Jahres.

(ID:44998975)

Über den Autor

 Niko Ganzer

Niko Ganzer

Freier Journalist