Seat-Absatz springt weltweit auf Höchststand

SUV-Modelle und Cupra treiben Verkäufe an

| Autor: Andreas Grimm

Seat hat weltweit im vergangenen Jahr kräftig zugelegt. Auch die Submarke Cupra hat zum Absatzplus von 10,9 Prozent beigetragen.
Seat hat weltweit im vergangenen Jahr kräftig zugelegt. Auch die Submarke Cupra hat zum Absatzplus von 10,9 Prozent beigetragen. (Bild: Autohaus Heinen)

Seat hat international wie in Deutschland ein weiteres Rekordjahr hinter sich. Die Spanier steigerten weltweit die Neuzulassungen um 10,9 Prozent auf das Allzeithoch von 574.100 Einheiten. In Deutschland betrug das Wachstum sogar 13,9 Prozent auf 138.670 Einheiten. Damit ist der Absatz in Deutschland in jedem Jahr der zurückliegenden Dekade gewachsen und der deutsche Markt inzwischen der wichtigste Abnehmer für die Produkte des Fabrikats geworden.

In den letzten drei Jahren verbuchte Seat international jeweils zweistellige Zuwachsraten. Befeuert wurde die Entwicklung durch die schrittweise Einführung der drei SUV-Modelle Arona, Ateca und Tarraco. Sie haben inzwischen einen Anteil von 44 Prozent an allen Neuwagenverkäufen der Spanier. Allein der kleine SUV Arona stellt mehr als jeden fünften verkauften Neuwagen.

Das wichtigste Modell für Seat ist aber weiterhin der kompakte Leon, der noch gut ein Viertel der Verkäufe stellt (26,5 %). Angesichts der generell rückläufigen Verkaufszahlen des Kompaktklasse-Segments und dem auslaufenden Lebenszyklus der vierten Leon-Generation ist der Absatzrückgang um 4,1 Prozent für das Fabrikat verkraftbar. Dagegen gerät der zweite Seat-Klassiker, der Kleinwagen Ibiza mit einem Minus von 8,0 Prozent international etwas unter Druck.

Eine weitere Erfolgsgeschichte ist für Seat derzeit die Entwicklung der Submarke Cupra. Die Verkäufe der Modelle mit kupferfarbigem Emblem am Kühler – Leon Cupra und Cupra Ateca – kletterten weltweit um 71,4 Prozent auf 24.700 Einheiten. „Wir alle bei Seat und Cupra können auf diese Ergebnisse zu Recht stolz sein“, kommentierte Wayne Griffiths, Seat-Vertriebsvorstand und Leiter der Submarke Cupra, die Zahlen.

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Getragen wird die positive Entwicklung von einem starken Wachstum in wichtigen Märkten, unter anderem in Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Allein in Deutschland verzeichnete das Unternehmen 138.670 Neuzulassungen (+16,5 %). In Großbritannien erzielte Seat 68.800 Neuwagenverkäufe (+9,5 %). In Frankreich kletterten die Verkäufe um 19 Prozent auf 37.800 Einheiten, in Italien um 30,8 Prozent auf 26.200 Neuwagen. Historische Bestmarken erreichte Seat außerdem in Österreich (19.900 Einheiten; +7,9 %) sowie in der Schweiz (12.800; +19,6 %). Im zweitgrößten Markt Spanien, wo Seat Marktführer ist, stagnierte der Absatz dagegen bei 108.000 Einheiten (+0,2 %).

In Deutschland krönte das Ergebnis des vergangenen Jahres die positive Entwicklung der gesamten zurückliegenden Dekade. Im Jahr 2010 hatte Seat hierzulande nur 50.500 Neuwagen an den Mann gebracht, 2019 waren glatte 175 Prozent mehr (138.700 Einheiten). Mit einem Marktanteil von 3,8 Prozent ist Seat nun zweitwichtigster Importeur (wenn man Renault und Dacia getrennt betrachtet). Aus Sicht von Bernhard Bauer haben Seat und Cupra „trotz pessimistischer Prognosen für unsere Branche für die kommenden Jahre sehr gut aufgestellt und mit großem Potenzial für weiteres Wachstum“. Den Überblick für diese Einschätzung hat Bauer, er ist seit Oktober 2014 als Geschäftsführer an der Entwicklung beteiligt.

Auch Vertriebsvorstand Griffiths sieht trotz prognostiziertem Gegenwind Grund zum Optimismus: „Wir sind zuversichtlich, dass der SEAT Leon der neuen Generation und die Elektromodelle, die wir dieses Jahr einführen werden, einen Beitrag zur Erfüllung unserer Ziele leisten werden“.

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