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Seat- und Skoda-Händler sehen WLTP 2 eher entspannt

| Autor: Andreas Grimm

Ein WLTP-Chaos wie vor einem Jahr haben Vertreter von VW bereits verneint, und auch bei den Schwestermarken Skoda und Seat ist man zuversichtlich. Zahlreiche Modelle sind schon umgestellt. Der eine oder andere Punkt ist dennoch offen.

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Seat- und Skoda-Händler blicken zuversichtlich auf WLTP 2.
Seat- und Skoda-Händler blicken zuversichtlich auf WLTP 2.
(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

In wenigen Wochen wird der WLTP-2-Prüfzyklus zur verpflichtenden Grundlage für einen Neuwagen. Hatte die Vorgängernorm vor einem Jahr noch zu einem Zulassungs- und Verfügbarkeitschaos bei den Pkw-Marken des Volkswagen-Konzerns geführt, scheint die Umstellung in diesem Jahr weitgehend reibungslos zu funktionieren.

Nach VW-Vertretern ist nun auch aus dem Seat- und Skoda-Handel Zuversicht zu vernehmen, dass der 1. September ohne große Verwerfungen vorbeigehen wird. „Das Chaos des letzten Jahres wird vermieden“, ist Thomas Peckruhn, Präsident des Skoda-Partnerverbands, überzeugt. Nicht zuletzt hatte ein abschließendes Gespräch am Mittwoch mit dem Importeur weitere Klarheit gebracht. Noch nicht abgeschlossen ist der Genehmigungsprozess vor allem bei Konfigurationen mit dem 1,5-Liter TSI-Motor.

Trotzdem ist im Skoda-Netz inzwischen die Bestellbarkeit der Modelle und Konfigurationen überwiegend wieder hergestellt. Daneben kann der Handel noch auf das Kontingent an Ausnahmegenehmigungen für die Händler von 10 Prozent des Neuwagenvolumens des Vorjahres zurückgreifen. Hier hatte es allerdings begründete Befürchtungen gegeben, dass diese Kontingente vielfach nicht ausreichen. Durch Umverteilungen und zusätzliche individuelle Volumina sei im Gespräch mit dem Importeur dieses Problem ebenfalls minimiert worden, so Peckruhn im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

Bereits vor einer Woche hatte sich ein VW-Vertreter zuversichtlich geäußert, dass zum 1. September bis auf wenige Ausnahmen alle Motor-Getriebe-Varianten umgestellt und damit zulassungsfähig sind. Viele Produktlinien seien schon auf das Modelljahr 2020 umgestellt.

Ähnlich stellt sich die Situation bei Seat dar. Wie aus dem Handel zu hören ist, sind auch bei der spanischen Konzerntochter die ersten nach WLTP 2 zertifizierten Modelle bereits wieder verfügbar. Entsprechend werden auch keine massiven Probleme erwartet. Allerdings drückt auch die Seat-Händler das Problem der Ausnahmegenehmigungen. Es sei nicht klar, ob die Quote reicht. Möglicherweise ist das Problem bei Seat insofern größer als bei Skoda, da die Absatzzahlen der Spanier in Deutschland in den vergangenen Monaten nochmals deutlich zugelegt haben.

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«