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Skoda-Absatz 2019 trotz Rekordwerten leicht im Minus

Autor: Andreas Grimm

Fast überall in der Welt hat Skoda mehr Neuwagen verkauft, doch der wichtigste Absatzmarkt verhagelt die Jahresbilanz 2019. Insgesamt gehen die Auslieferungen um 0,9 Prozent zurück, Skoda-Boss Bernhard Maier ist dennoch zuversichtlich.

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(Bild: Grimm /»kfz-betrieb«)

Der weltweite Skoda-Absatz ist nach Jahren des Wachstums zuletzt leicht zurückgegangen. 2019 schafften die Tschechen laut einer Mitteilung vom Montag noch 1,24 Millionen Auslieferungen – das sind 10.000 Einheiten oder 0,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Verursacht hat den Rückgang letztlich der schwache chinesische Markt, in allen anderen wichtigen Absatzregionen konnte sich Skoda steigern.

Für Skoda-Vorstandschef Bernhard Maier ist die Volkswagenkonzerntochter trotz schwieriger geopolitischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen „stabil auf Kurs“. Diese Einschätzung erleichterte zuletzt die Dezember-Entwicklung. Zum Jahresende kletterten die Skoda-Auslieferungen weltweit um 9,1 Prozent auf 114.700 Einheiten.

Skoda profitiert damit weltweit von seinem erweiterten Modellmix, der inzwischen auf drei SUV-Modelle angewachsen ist. Kamiq, Karoq und Kodiaq stellten im vergangenen Jahr weltweit 389.000 Auslieferungen – das sind 31 Prozent aller Verkäufe. Vor allem der Kamiq soll in diesem Jahr noch weitere deutliche Zuwächse erzielen. Dazu kommen der Superb iV mit Hybridantrieb sowie die nächste Generation des Octavia, den es in den Antriebsvarianten Benzin, Diesel, Hybrid und CNG geben wird. Mit dem Kleinstwagen Citigo ist Skoda zudem erstmals rein elektrisch unterwegs. Der Startschuss für die E-Fahrzeuge im Handel fällt am 25. Januar zum traditionellen Angebotstag „Skoda Buffet“.

In China verkaufte Skoda im vergangenen Jahr noch 282.000 Neuwagen, das waren 17,3 Prozent weniger als im Jahr 2018. Damit geriet das Fabrikat kräftig in den Abwärtssog des größten Automarktes der Welt, der 2019 um 7,5 Prozent auf 21 Millionen Neufahrzeuge fiel. Abwärts ging es für Skoda auch in Indien (-12,3 %), wo die Verkaufszahlen mit 15.100 Einheiten jedoch deutlich übersichtlicher sind als beim großen Nachbarn.

In einem anderen schwierigen Markt, in Russland, konnte Skoda dagegen wie in den Vorjahren weiter zulegen. Der Absatz dort kletterte um 8,8 Prozent auf 88.600 Einheiten – für Skoda ist das ein neuer Rekord, obwohl der Neuwagenabsatz in dem Land zuletzt deutlich rückläufig war. In Russland sind die Tschechen derzeit siebtgrößter Pkw-Anbieter.

Deutlich zugelegt hat Skoda in Europa: 786.500 Neuwagen sind 5,8 Prozent mehr als im Jahr 2018 und ein weiterer Rekord für das Fabrikat. In Westeuropa kommt Skoda auf 520.500 ausgelieferte Fahrzeuge, das entspricht einem Plus von 7,0 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018. Zweistelliges Wachstum erzielt der Automobilhersteller dabei in Frankreich (37.200 Fahrzeuge; +16,2 %), in der Schweiz (22.600 Fahrzeuge; +27,5 %), in den Niederlanden (19.200 Fahrzeuge; +12,8 %) und in Dänemark (15.600 Fahrzeuge; +14,6 %).

Ebenfalls stark nach oben gingen die Auslieferungen in Osteuropa. 50.200 Fahrzeugauslieferungen entsprechen einem Anstieg von 8,9 Prozent. In Zentraleuropa fiel das Wachstum mit 215.800 Auslieferungen dagegen deutlich geringer aus – es entspricht einem Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf seinem Heimatmarkt Tschechien erzielt Skoda insgesamt 94.200 Auslieferungen im Jahr 2019 (+0,6 %), in Polen waren es 70.700 Einheiten.

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«