Gefahren Skoda Enyaq iV – Elektro-Alleskönner

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Nach VW mit dem ID.4 schickt nun wenige Wochen später die tschechische Konzern-Tochter Skoda ein Elektro-SUV an den Start. Der Enyaq iV soll mit viel Platz, hoher Funktionalität und günstigeren Preise punkten.

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Der Skoda Enyaq iV kostet in der Basisvariante 33.800 Euro.
Der Skoda Enyaq iV kostet in der Basisvariante 33.800 Euro.
(Bild: Skoda)

Das Gesamtpaket muss passen. Dieses Motto kommt besonders bei Elektroautos zum Tragen. Je besser das Verhältnis von Raum und Reichweite sowie von Praktikabilität und Preis, desto größer sind die Chancen auf Erfolg im Markt. Die tschechische Marke Skoda dürfte hier mit dem Enyaq iV eine ausgezeichnete Basis geschaffen haben.

Das elektrische Mittelklasse-SUV, technisch eng verwandt mit dem VW ID.4, bietet besonders für Familien sowie für Menschen mit sportlichen Hobbys und entsprechendem Platzbedarf ideale Voraussetzungen, auf E-Mobilität umzusteigen. Denn der Enyaq iV kostet im Einstieg 33.800 Euro und liegt damit auf dem Niveau von elektrischen Kleinwagen wie beispielsweise Honda e, Mini Cooper SE, Peugeot e-208 oder Fiat 500.

Skoda Enyaq: Elektro-Alleskönner
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Der Enyaq-Kunde aber erhält für sein Geld deutlich mehr Auto. Soll heißen: Platz für fünf Personen, einen riesigen Kofferraum und im Minimum eine Reichweite von 362 Kilometern, legt man hier einmal den WLTP-Normwert als Bezugsgröße zugrunde. Im Fahrzeugboden steckt dann eine Batterie mit einer nutzbaren Kapazität von 52 kWh, was Skoda dazu veranlasste, diese Variante iV 50 zu nennen.

Weil man beim Enyaq die Wahl unter zwei weiteren Batterien hat, gibt es noch die Varianten iV 60 und iV 80. Sie verfügen über eine Akku-Kapazität von 58 und 77 kWh. Letzterer soll bis zu 536 Kilometer weit mit einer Stromfüllung kommen und dürfte spätestens dann restliche Zweifler überzeugen, dass ein Elektrofahrzeug durchaus zum vollwertigen Erstauto im Haushalt taugt.

An die verschiedenen Batteriegrößen hat Skoda unterschiedliche Motoren geknüpft. Im iV 50 stecken 109 kW/148 PS, der iV 60 hat 132 kW/180 PS und der iV 80 ist mit 150 kW/204 PS unterwegs. Alle fahren mit Heckantrieb, weil der Motor hinten sitzt. Etwas später im Jahr wird es noch die Allradversion iV 80x mit 195 kW/265 PS sowie das Sportmodell iV RS mit 225 kW/306 PS geben. Bei ihnen gibt es einen zweiten Elektromotor. Er ist an der Vorderachse platziert.

Fahren konnten wir den Enyaq iV 80. Erwartungsgemäß liegen die Leistungsabgabe auf hohem und der Geräuschpegel auf niedrigem Niveau. 310 Newtonmeter – das entspricht in dieser Klasse dem Drehmoment eines Zweilitermotors, stehen praktisch ab Drehzahl null voll zur Verfügung und haben mit dem 4,65 Meter langen SUV leichtes Spiel. Sie geben dem Enyaq eine Souveränität, wie sie mit einem vergleichbaren Verbrennungsmotor nur schwer zu erreichen ist. Die Geschmeidigkeit eines Elektroantriebs, die Kombination aus Ruhe und kraftvollem Antritt ist immer wieder faszinierend.

Skoda gelang es, mit dem Enyaq ein durch und durch harmonisches Elektroauto auf die Räder zu stellen, das vom ersten Kilometer an gefällt. Im Cockpit wählte man eine angehnehme Mischung aus Touch- und Analogwelt, deren Bedienung sich nahezu intuitiv erschließt. Häufig benutzte Menüs und Funktionen lassen sich auf Favoritentasten legen, um schneller abrufbar zu sein. Hinzu kommen die zahlreichen „Simply-Clever“-Ideen, die jeden Skoda auszeichnen. Klar, es gibt wieder das Regenschirmfach in den Vordertüren oder den Eiskratzer, der dieses Mal zwar nicht in der Tank-, dafür aber in der Verkleidung der Heckklappe steckt. Doch darüber hinaus hat man sich Details ausgedacht, die speziell auf die E-Mobilität zugeschnitten sind, wie beispielsweise einen Ladekabelreiniger.

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