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Skoda setzt Akzente mit zahlreichen Premieren

| Autor: Andreas Grimm

Mit fünf internationalen Messepremieren und drei Weltpremieren kommt Skoda nach Frankfurt. Ein Schwerpunkt dabei sind die alternativen Antriebe – neben der Elektromobilität investieren die Tschechen zudem in den Gasantrieb, den es künftig auch für den Scala gibt.

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(Bild: Grimm/»kfz-betrieb«)

Die tschechische Volkswagenkonzernmarke Skoda nutzt die IAA einmal mehr, um die vielfältigen Möglichkeiten ihrer Baureihen einem breiten Publikum zu präsentieren. Einerseits hat Skoda mit dem kleinen SUV Kamiq eine letzte größere Lücke im Modellprogramm geschlossen, andererseits werden die Ausstattungslinien und Antriebsvarianten weiter ausdifferenziert.

Den Kamiq kann Skoda ganz aktuell mit breiter Brust dem Publikum präsentieren: Er hat jüngst im Euro-NCAP-Crashtest alle fünf möglichen Sterne erreicht. Im Handel startet der Verkauf des SUVs, das ab 18.000 Euro zu haben ist, am letzten Messewochenende, am 21. September. Etwa 6.000 Einheiten des Modells will der Importeur noch in diesem Jahr absetzen.

Spannend wird auf jeden Fall der finale Aufbruch in die Elektromobilität. Die beiden ersten elektrifizierten Fahrzeuge des Fabrikats – die Hybridvariante des Superb und insbesondere der Citigo iV – stellen sich mit ihrer internationalen Messepremiere erstmals einem breiten Publikum. Während der Hybrid im Superb iV vor allem für die Werkstätten ein Quantensprung ist, wird der nur noch rein elektrisch produzierte Citigo für den Handel ein Wagnis. Knapp 9 Prozent der Verkäufe entfielen zuletzt auf das Stadtauto – mehr als im Vorjahr. Für die Verkäufer heißt es also, ab Januar 2020 im Kleinwagensegment gut 16.000 E-Auto-Kunden zu finden, um den Absatz zu halten.

Ob das gelingt, wird nicht zuletzt vom Preis abhängen. Bislang hatte sich Skoda dazu nicht konkret geäußert – „Elektro muss nicht per se teuer bedeuten“ – nun soll die IAA Klarheit bringen. Nach bisherigem Stand werden „im IAA-Umfeld“ die Preise für Superb iV und Citigo iV verkündet.

Kamiq und Scala mit Gasantrieb

Während in der E-Mobilität der Weg vorgezeichnet ist – bereits im Laufe des Jahres 2020 wird etwa der rein elektrische Skoda Vision iV Realität – dümpelt Skoda wie der gesamte VW-Konzern in Sachen Erdgas-Antrieb weiter vor sich hin. Zwar gibt es CNG-Modelle, doch mit Nachdruck verkauft werden sie nicht. Knapp 100 CNG-Modelle wurde Skoda im Jahr 2018 los. Das soll gemäß der Konzernphilosophie besser werden, weshalb auf der IAA der Kamiq mit Gasantrieb ebenfalls Weltpremiere feiert und der Scala CNG seine Messepremiere.

Über die CO2-reduzierten Modelle vergisst Skoda aber nicht, auch die klassische Benzin- und nicht zuletzt Diesel-Klientel (2018: 34,4 Prozent der Käufer) zu bedienen. So hat Skoda dem Superb, dem in den letzten Jahren bestens gelaufenen Flaggschiff, ein Facelift spendiert, das internationale Messepremiere hat. Zugleich wird die Baureihe weiter ausdifferenziert, indem erstmals die robuste Ausführung des Superb Combi mit dem Namenszusatz „Scout“ zu sehen ist.

Ebenfalls zusätzliche Modellderivate zeigt Skoda von seinen beiden jüngsten Modellen Scala und Kamiq. Sie sind künftig in der Ausführung Monte Carlo zu haben, die es bislang schon beim Fabia gibt. Optisch zu erkennen sind die Modelle an schwarzen Anbauteilen. Zu weiteren Spezifikationen und zum Preis hüllt sich Skoda noch in Schweigen. Beim Fabia Monte Carlo gehören unter anderem 16-Zöller, Klimaautomatik und ein Panoramadach zum Lieferumfang.

Die Skoda-Premieren in Frankfurt im Überblick:

  • Superb iV (Internationale Messepremiere)
  • Citigo-e iV (Internationale Messepremiere)
  • Scala Monte Carlo (Weltpremiere)
  • Kamiq Monte Carlo (Weltpremiere)
  • Kamiq CNG (Weltpremiere)
  • Scala CNG (Internationale Messepremiere)
  • Superb Combi Scout (Internationale Messepremiere)
  • Facelift Superb Limousine und Combi (Internationale Messepremiere)

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«