Social-Media-Einsatz im Kfz-Betrieb

Redakteur: Christoph Baeuchle

Social Media ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Welche Rolle diese Kommunikationsform im Kfz-Gewerbe spielt sowie ihre Chancen und Risiken, erörterten die Teilnehmer des Car-Camp.

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Spontane Themenfindung während des Car-Camps: Interessante Punkte werden gesammelt und abgearbeitet.
Spontane Themenfindung während des Car-Camps: Interessante Punkte werden gesammelt und abgearbeitet.
(Foto: Baeuchle)

Zum zweiten Mal haben sich Social-Media-Experten aus dem Kfz-Gewerbe beim Car-Camp in Mannheim getroffen. Kfz-Unternehmer, Mitarbeiter, Azubis, Autoblogger und Web-2.0-Experten diskutierten über neue Trends und aktuelle Entwicklungen.

Der Name Car-Camp leitet sich vom Veranstaltungsformat „Bar-Camp“ ab, einer Ad-hoc-Konferenz ohne vorab erstellte Agenda oder Referentenliste – das bildet sich alles vor Ort. Die Teilnehmer sind dabei nicht nur Zuschauer, sondern Mitmacher. Viele Bar-Camp-Neulinge begegneten dem Konzept in Mannheim zunächst skeptisch und zeigten sich am Ende überrascht von der Eigendynamik, mit der sich ohne fixe Agenda ein vielfältiges Angebot an Arbeitsgruppen, so genannten Sessions, entwickelte.

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Nach einer Vorstellungsrunde zu Beginn der Veranstaltung erarbeiteten die Teilnehmer gemeinsam den Ablaufplan für den Tag, indem sie spontan Themen vorschlugen und je nach Interesse in einen Stundenplan eintrugen. Schnell war der Plan, das so genannte Grid, mit Vorschlägen gefüllt. Das Angebot war so groß, dass es den Teilnehmern zum Teil schwer fiel, eine Auswahl zu treffen.

Konkrete Anwendungsfälle im Autohaus

Im Fokus stand die Anwendung der neuen Medien in Autohäusern und Werkstätten zur Nachwuchsgewinnung, für das Brand-Marketing und zur Kundenbetreuung. Dabei standen Themen wie Datenschutz, Social Media und Nachwuchsrekrutierung sowie Strategie und Monitoring von entsprechenden Aktivitäten im Mittelpunkt. Die Teilnehmer, die erstmals an einer solchen Veranstaltung dabei waren, konnten sich in der Mittagspause am „Newbie“-Tisch die Grundlagen erfragen.

„Es gibt Vorträge, da ist die Teilnehmerliste spannender als alles andere“, eröffnete ZDK-Referent Patrick Kaiser seine Session zum Datenschutz. Das konnte man beim Car-Camp nun wahrhaftig bei keinem Beitrag behaupten. Vielmehr kam es bei einigen Sessions zu regen Diskussionen. Kaiser empfahl den Teilnehmern, sich mit den rechtlichen Vorgaben auseinanderzusetzen, jedoch dabei „muss man auch immer die Kirche im Dorf lassen“.

Gerade jüngere Menschen sind natürlich über die neuen Medien zu erreichen. Dies verdeutlichte ZDK-Referentin Claudia Kefferpütz in ihrem Beitrag „Social Media & Azubi-Marketing“. Es sei wichtig, sich als Arbeitgeber im Web zu behaupten, sagt sie.

Die eintägige Workshop-Konferenz ist dank der Sponsoren kostenfrei. Unterstützung erhalten die Veranstalter dabei von der Messe Automechanika, Robert Bosch, Motor-Talk.de und der Online-Kommunikationsagentur Basta Media.

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