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Solarauto: Der Toyota Prius tankt ständig Sonne

| Autor / Redakteur: sp-x/gr / Andreas Grimm

Der Toyota Prius Plug-in-Hybrid produziert mithilfe von Photovoltaik-Zellen seinen eigenen Öko-Strom. Neuerdings funktioniert das System auch während der Fahrt. Reine Kurzstreckenfahrer könnten mit der Technik komplett auf Ladevorgänge verzichten.

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Toyota rüstet den Prius PHEV mit leistungsstarken Solarpanels aus.
Toyota rüstet den Prius PHEV mit leistungsstarken Solarpanels aus.
(Bild: Toyota)

Solarenergie könnte E-Autos künftig sauberer machen. Toyota lotet nun das Potenzial von Photovoltaik-Zellen aus und lässt den Prius Plug-in-Hybrid testweise seinen eigenen Strom aus Sonnenenergie produzieren. Das Dach, die Heckklappe und die Motorhaube des nun eingesetzten Prototypen seien mit leistungsstarken Solarzellen gedeckt, die über einen Wirkungsgrad von 34 Prozent und eine Nennleistung von 860 Watt verfügen. Die von ihnen gewonnene Energie werde in einer Batterie gespeichert und für den Antrieb des Fahrzeugs genutzt.

Toyota setzt Photovoltaik-Zellen im Prius bereits seit längerem ein, bislang können sie den Fahrstromvorrat jedoch nur bei stehendem Fahrzeug auffüllen. Im Prototypen klappt das nun auch während der Fahrt. Die Zukunft der Technik gilt in der Branche als vielversprechend – langfristig könnte Sonnenenergie in großem Stil für den Antrieb von E-Autos genutzt werden.

Kleinserienmodelle wie der Kleinwagen Sion von Sono Motors aus München oder die niederländische Reiselimousine Lightyear One nutzen diesen Ansatz bereits – und produzieren die Energie für den klassischen Einsatz auf der Kurzstrecke ständig selbst. Bis zu 34 Kilometer Reichweite am Tag soll der Sono Sion mit den Solarzellen schaffen. Ebenso windschnittig ist das ebenfalls niederländische Experimentalfahrzeug Stella Vie. Das Problem des Autos ist die Kühlung: Es hat keine Klimaanlage.

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