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Sono Motors holt Ex-Nissan-Chef Thomas Hausch

| Autor: Andreas Grimm

Thomas Hausch ist zurück in der Autobranche. Der Manager mit einem Faible für die Elektromobilität, der unter anderem für Daimler, Chrysler und Nissan gearbeitet hat, steigt bei dem Start-up Sono Motors ein.

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Thomas Hausch ist ins Management des E-Auto-Start-ups Sono Motors eingetreten.
Thomas Hausch ist ins Management des E-Auto-Start-ups Sono Motors eingetreten.
(Bild: Sono)

Das Münchener Elektroauto-Start-up Sono Motors hat sich namhafte Verstärkung geholt. Mit sofortiger Wirkung ist Thomas Hausch für das Unternehmen als Chief Operations Officer (COO) aktiv. Der 52-Jährige hat in der Autobranche in der Vergangenheit für verschiedene Hersteller gearbeitet und gilt als Experte für Elektroautos und überzeugter Verfechter dieser Antriebstechnik.

In seiner neuen Funktion wird Hausch die Entwicklung von Geschäftsstrategien und Produktionsentscheidungen sowie das Management strategischer Partner und Lieferanten verantworten. Seine ersten leitenden Management-Aufgaben übernahm Hausch in den 1990er Jahren bei Daimler und später für Chrysler. Im Jahr 2011 wechselte Thomas Hausch zum kalifornischen Start-up Coda Automotive (bis 2013).

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Ab Mai 2013 war Hausch viereinhalb Jahre lang Geschäftsführer von Nissan Center Europe (NCE). Er forcierte in dieser Zeit das E-Auto-Geschäft der Japaner. Auf Verbandsebene und im Gespräch mit der Politik wie mit Journalisten hatte er sich vehement für das E-Auto und dessen Förderung eingesetzt. Wegen sinkender Verkäufe und steigender Eigenzulassungszahlen war er im Nissan-Handel allerdings zunehmend in der Kritik, Ende November 2017 wurde er an der NCE-Spitze abgelöst.

Mit seinem Engagement für Coda Automotive (2011 bis 2013) bringt er gute Voraussetzungen mit für seinen jetzigen Job bei Sono Motors. Coda wollte mit einer alltagstauglichen Elektrolimousine für 37.250 Dollar den breiten Markt erobern. Der Hersteller versprach eine Reichweite von rund 200 Kilometern mit einer Batterieladung – damals mehr als der Leaf. Doch der erhoffte Verkaufserfolg des eher bieder daherkommenden Wagens von mehreren Tausend Stück pro Jahr blieb aus. Die Folge war kurz nach dem Weggang von Hausch die Insolvenz von Coda Automotive.

Sono Motors wiederum sammelt derzeit mit einer Art Crowdfunding Geld ein, um sein E-Auto-Projekt zu verwirklichen. Das soll für 16.000 Euro zu haben sein (ohne Batterie). Mit seinem 80 kw/109 PS starken Motor zeigte der Prototyp in einer Testfahrt von »kfz-betrieb« ein gutes Beschleunigungsvermögen. Ein wichtiges Design- und Technikmerkmal des Sion sind die in die Außenhaut integrierten Solarzellen. Mit nun über 6.000 Fahrzeug-Reservierungen und in Vorbereitung von Serienproduktion und Markteintritt Ende 2019 stehen Themen zu Produktionsentscheidungen, Markenaufbau und Kommunikation verstärkt im Fokus.

Spezialistin für die Kommunikation

Neben Hausch hat sich Sono Motors noch mit Isa Krupka als Kommunikationschefin verstärkt. Damit wird das derzeitige Management Board von bisher vier auf sechs Positionen erweitert. Krupka verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen Kommunikation, strategisches Marketing und Markenführung, davon mehr als 15 Jahre in der internationalen Finanzbranche. Zuletzt verantwortete sie für den international tätigen amerikanischen Vermögensverwalter Van Eck alle Marketing- und Presseaktivitäten des Unternehmens außerhalb der USA.

Das Management Board wird sich zukünftig zusammensetzen aus den Gründern und Geschäftsführern Laurin Hahn und Jona Christians sowie Roberto Diesel (CTO), Thomas Hausch (COO), Isa Krupka (CCO) und Martin Sabbione (CFO).

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«