Studie: Autopreise steigen wieder

Redakteur: Gerd Steiler

Die Pkw-Durchschnittspreise in Deutschland haben sich nach dem Einbruch des Abwrackprämien-Jahres 2009 spürbar erholt. Laut Polk-Analyse stiegen die Listenpreise im Vorjahr um 12,6 Prozent auf durchschnittlich 26.800 Euro.

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Wieder gefangen: Nach dem Einbruch des Abwrackprämien-Jahres 2009 haben sich die Pkw-Durchschnittspreise in Deutschland wieder spürbar erholt. Die volumengewichteten Listenpreise stiegen im vergangenen Jahr um 12,6 Prozent auf durchscnittlich 26.800 Euro.
Wieder gefangen: Nach dem Einbruch des Abwrackprämien-Jahres 2009 haben sich die Pkw-Durchschnittspreise in Deutschland wieder spürbar erholt. Die volumengewichteten Listenpreise stiegen im vergangenen Jahr um 12,6 Prozent auf durchscnittlich 26.800 Euro.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Pkw-Durchschnittspreise in Deutschland haben sich nach dem Einbruch des Abwrackprämien-Jahres 2009 spürbar erholt. Laut einer aktuellen Analyse des Essener Beratungsunternehmens R. L. Polk stiegen die volumengewichteten Listenpreise im vergangenen Jahr um 12,6 Prozent auf durchschnittlich 26.800 Euro.

Größeres Angebot, höhere Preissensibilität

Im Jahr 2009 waren die volumengewichteten Durchschnittspreise aufgrund der hohen Nachfrage nach preiswerterenn Modellen im Zuge der Verschrottungsprämie um gut 12 Prozent auf 23.800 Euro gefallen. Damit sanken sie fast auf das Preisniveau von 2005 als ein Durchschittspreis von 23.600 zu Buche stand. Zwischen 2005 und 2008 waren die volumengewichteten Durchschnittspreise für neue Pkw der Studie zufolge dagegen jährlich um vier bis sechs Prozent gestiegen.

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Trotz der Erholung an der Preisfront lagen die Listenpreise im Vorjahr aber immer noch um etwa ein Prozent unter jenen 27.100 Euro, die die deutschen Autofahrer im Jahr 2008 durchschnittlich für einen Neuwagen ausgegeben hatten. „Mit der Normalisierung der Nachfrage stieg der Preis zwar erwartungsgemäß wieder an, konnte aber dennoch das Niveau von 2008 nicht wieder ganz erreichen. Die Gründe hierfür liegen primär in einem größeren Angebot an günstigen Pkw und in der höheren Preissensibilität der Verbraucher“, so die Polk-Analysten.

Premium-Marken deutlich über 35.000 Euro

Unter den Top-20-Marken erzielten die drei Premiumanbieter Audi, BMW und Mercedes mit Listenpreisen deutlich jenseits der 35.000-Euro-Marke erwartungsgemäß die mit Abstand höchsten Durchschnittspreise. Darüber hinaus verbuchten sie im Gegensatz zum Gesamtmarkt auch ein höheres Preisniveau als 2008.

Die niedrigsten Preise erlöste die Renault-Tochtermarke Dacia mit knapp 11.200 Euro. Gegenüber 2008 bedeutet dies allerdings ein deutliches Preisplus von rund 10 Prozent. Die stärksten Preisrückgänge gab es der Studie zufolge bei den beiden japanischen Marken Nissan mit minus elf Prozent und Suzuki mit minus sieben Prozent.

„Diese Analyse zeigt einerseits, dass ein Teil der Verbraucher das Angebot an preisgünstigen Pkw gerne annimmt, andererseits aber weiterhin die Bereitschaft besteht, für Qualität und Image einen entsprechenden Preis zu zahlen“, so das Fazit der Polk-Analysten.

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