Stundenverrechnungssätze So kalkuliert Deutschland

Von Jakob Schreiner

Der Stundenverrechnungssatz ist wahrscheinlich die wichtigste kalkulatorische Grundlage in jedem Kfz-Betrieb. »kfz-betrieb« hat exklusiv Betriebe dazu befragt. Die Ergebnisse sind durchaus überraschend.

Eine vollständige Preisliste für die unterschiedlichen Stundenverrechnungssätze samt einigen Festpreisangeboten für die Kunden gut sichtbar aufgestellt: So sollte es in jedem Kfz-Betrieb sein.
Eine vollständige Preisliste für die unterschiedlichen Stundenverrechnungssätze samt einigen Festpreisangeboten für die Kunden gut sichtbar aufgestellt: So sollte es in jedem Kfz-Betrieb sein.
(Bild: Schreiner – »kfz-betrieb«)

Die Preise kennen in eigentlich allen Bereichen nur eine Richtung: nach oben. Nur logisch, dass auch Kfz-Betriebe ihre Kalkulation auf den Prüfstand stellen und anpassen. Immerhin haben nach einer aktuellen und exklusiven Umfrage von »kfz-betrieb« 81 Prozent der befragten Markenpartner und 77 Prozent der markenunabhängigen Betriebe ihren Stundenverrechnungssatz (SVS) in diesem Jahr angepasst.

In diese Anpassung sind aber mehrheitlich noch längst nicht die jüngst hinzugekommenen und massiv angestiegenen Energiepreise mit einbezogen. Lediglich etwa ein Viertel der Markenpartner und ein Drittel der Freien hat das bei ihren 2022 durchgeführten Anpassungen berücksichtigt und 8 bzw. 9 Prozent draufgeschlagen, wie die im Oktober 2022 befragten 100 Vertragspartner und 100 freien Werkstätten geantwortet haben. Die Preise könnten also durchaus noch weiter anziehen. Kfz-Betriebe sollten ihren Verrechnungssatz mindestens einmal im Jahr überprüfen und die Höhe, wenn nötig, auch anpassen. Über die Hälfte aller Betriebe tut das jährlich, etwa ein Viertel bzw. ein Drittel allerdings seltener.