Stuttgart schafft Feinstaub-Alarm ab

Grenzwerte werden inzwischen überwiegend eingehalten

| Autor: dpa

(Bild: ACE)

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Der Umweltaufreger früherer Jahre, der Feinstaub, hat sich zunehmend überlebt. In Stuttgart wird es künftig keinen Feinstaub-Alarm mehr geben, teile Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) am mit. Ab Mitte April werde die offizielle Warnstufe abgeschafft, da die jährlichen Grenzwerte nun zwei Jahre in Folge eingehalten worden seien. Der Feinstaub-Alarm ist bundesweit einmalig und wurde 2016 eingeführt, um die Belastung mit dem Luftschadstoff in der Landeshauptstadt zu senken.

Der Alarm wird seitdem immer dann ausgelöst, wenn in Stuttgart an mindestens zwei Tagen hintereinander ein stark eingeschränkter Luftaustausch vorhergesagt wird. Dann wird die Bevölkerung aufgefordert, Bus und Bahn anstatt des Autos zu nutzen. Vor allem im Winterhalbjahr von Oktober bis April kann es zu Wetterlagen kommen, bei denen es tagelang keinen ausreichenden Luftaustausch gibt. Dann steigen die Feinstaub-Werte, bis sich das Wetter ändert.

An der Messstelle am Neckartor wurde der Grenzwert für Feinstaub im vergangenen Jahr an 27 Tagen überschritten. Gesetzlich zulässig sind 35 Überschreitungstage. 2018 wurden 21 Überschreitungen gezählt. In der Diskussion um die Luftschadstoffe wurde in Stuttgart auch ein Fahrverbot für ältere Diesel eingeführt und der Nahverkehr ausgebaut.

Die Feinstaub-Diskussion begann schon in den 2000er Jahren und hat deutliche Ähnlichkeit mit der derzeitigen NOx-Diskussion: Die Durchsetzung der vorgegebenen Grenzwerte begann nur zögerlich, der Kampf um technische Gegenmittel, die Nachrüstung von Feinstaubfiltern, war zäh. Dank der Verbreitung neuerer Automobilgenerationen ist die Belastung aber inzwischen vielerorts gesunken, so dass die Feinstaubbelastung an den meisten Messstellen kein Problem mehr ist.

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