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Subaru: 100.000 Einheiten europaweit bis 2015

Redakteur: Andreas Wehner

In Deutschland will der japanische Allradspezialist in fünf Jahren auf 20.000 verkaufte Fahrzeuge jährlich kommen, verkündete Subaru seinen Händlern auf einer Tagung anlässlich des 30-jährigen Jubiläums.

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Subaru-Deutschland-Chef Jens Becker konnte 500 Teilnehmer aus 300 Partnerbetrieben in Leipzig begrüßen.
Subaru-Deutschland-Chef Jens Becker konnte 500 Teilnehmer aus 300 Partnerbetrieben in Leipzig begrüßen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Subaru will 2015 in Europa 100.000 Einheiten absetzen. Dieses Ziel gab Hidetoshi Kobayashi, Corporate Vice President bei der japanischen Subaru-Mutter Fuji Heavy Industries, am Freitag in Leipzig aus. Davon sollen 20.000 in Deutschland abgesetzt werden, sagte der Manager auf einer Händlerveranstaltung. Subaru hatte seine Partner zum 30-jährigen Jubiläum der Marke in Deutschland zu einer Tagung auf die Leipziger AMI eingeladen.

Im vergangenen Jahr verbuchte Subaru laut Kraftfahrt-Bundesamt 9.200 verkaufte Fahrzeuge. Das erste Quartal 2010 hat die japanische Marke in Deutschland mit 1.700 Neuzulassungen abgeschlossen. Das entspricht einem Minus von 36,7 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

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„Es hätte besser laufen können“, kommentierte Deutschland-Chef Jens Becker am Rande der Veranstaltung im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«. Vor allem mit den ersten beiden Monaten ist der Geschäftsführer unzufrieden. Der März dagegen sei gut gewesen. Für das Gesamtjahr 2010 plant der Importeur mit 8.500 neu zugelassenen Subaru-Fahrzeugen.

Justy-Nachfolger kommt Ende 2010

Mithelfen, das Ziel zu erreichen, soll der neue Lifestyle-Crossover Impreza XV, der auf der AMI seine Deutschland-Premiere feierte. Das Fahrzeug ist ab sofort bestellbar und wird 24.500 Euro kosten, wie Vertriebsleiter Ingo Harbodt den Händlern mitteilte. Das Fahrzeug ist damit nur 300 Euro teurer als der Standard-Impreza. Zum Jahresende bringt Subarau zudem ein neues Modell im B-Segment. Der Nachfolger des Justy soll es vom Raumgefühl her mit C-Segment-Fahrzeugen aufnehmen können. 2011 steht dann die Premiere des neuen Impreza bevor.

Das Subaru-Netz sieht Becker für die Zukunft gut gerüstet. Es habe einige Insolvenzen gegeben, allerdings seien das Mehrmarkenhändler gewesen. Und die Hälfte der Subaru-Partner seien Exklusiv-Betriebe, denen es gut gehe. „Es macht mir allerdings ein bisschen Angst, wenn ich sehe, wie sich manche Banken verhalten. Da ist nicht immer die nötige Hilfe da“, so der Subaru-Deutschland-Chef.

Das Händlernetz besteht derzeit aus etwa 420 Betrieben. Open Points hat der Importeur vor allem noch in Großstädten. Dort will Becker die Lücken mit Mehrmarkenhändlern schließen. Zuletzt hätten einige Saab-Händler Subaru mit ins Programm genommen. „Die beiden Marken sprechen ein ähnliches Kundenclientel an“, erläuterte Becker.

Zufriedene Kunden und Händler

Der Importeur kann seit vielen Jahren nicht nur auf zufriedene Kunden, sondern auch auf zufriedene Händler bauen. Händlerverbandspräsident Thomas Knauber lobte die gute Zusammenarbeit mit der Friedberger Subaru-Zentrale. Allerdings formulierte er einen Wunsch an das Management der japanischen Marke: „Wir wünschen uns ein paar Modelle mehr für die Zukunft, vor allem einen Nachfolger des Allrad-Justy.“

Subaru startete im Jahr 1980 in einem zum Großraumbüro umgebauten Supermarktgebäude in Bad Hersfeld. Das Programm bestand aus drei Modellen: Subaru 1800 Limousine, 1800 Station und SRX (später: Turismo). Sie alle zeichneten sich durch Solidität und ein nach heutigen Maßstäben eher zurückhaltendes Styling aus. Erst später folgten emotionale Modelle wie die Sportcoupés Subaru XT oder Subaru SVX, die heute gefragte Liebhaber-Youngtimer sind. Vor allem durch den Legacy, der im Vorjahr seinen 20. Geburtstag feierte, und den Forester hat sich die Modellpolitik anschließend drastisch verändert.

Den Grundstein der Importeursgesellschaft legten 1980 Fuji Heavy Industries, Mitsui & Co. und ein Autohändler aus Bad Hersfeld. Heute gehört Subaru-Deutschland zu 71 Prozent der Schweizer Emil-Frey-Gruppe und zu 29 Prozent der japanischen Subaru-Muttergesellschaft Fuji Heavy. Bis Ende 2009 hat Subaru in Deutschland genau 323.801 Fahrzeuge verkauft. 120 Beschäftigte arbeiten am Standort Friedberg für die Firma.

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