Subaru: 2015 kommt die Wende

Autor Martin Achter

Elf Prozent mehr verkaufte Fahrzeuge: Subaru rechnet für dieses Jahr mit einem deutlichen Verkaufsplus in Europa. Deutschland soll dabei eine besondere Rolle spielen.

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(Foto: Subaru)

Nach dem schwachen vergangenen Jahr rechnet Subaru 2015 mit einem deutlich stärkeren Geschäft in Deutschland und Europa. Für die Marke sei angesichts der drei geplanten Modelleinführungen ein Absatzplus von elf Prozent in Europa zu erwarten, sagte Hidetoshi Kobayashi, Corporate Senior Vice President des japanischen Subaru-Herstellerkonzerns Fuji Heavy Industries (FHI), am Wochenende auf einer Partnertagung in Dresden. Der deutsche Markt spiele dabei die zentrale Rolle. „Für Subaru ist Deutschland der wichtigste Markt in Europa“, sagte Kobayashi.

Ende März will Subaru in Deutschland eine neue Variante seines SUVs Forester einführen. Das Fahrzeug ist dann erstmals mit der für das SUV-Segment wichtigen Kombination von Dieselmotor und Automatikgetriebe erhältlich. Daneben kommt ebenfalls Ende März die neue Generation des Allrad-Kombis Outback. Zur IAA Pkw im September soll dann ein komplett neues Modell eingeführt werden: der Sportkombi Levorg. Diese Neuheit bestätigte Kobayashi in Dresden.

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Im vergangenen Jahr hatte Subaru mit der neuen Generation des Sportwagens WRX-STI nur eine Modellneuheit in Deutschland. Der Gesamtabsatz auf dem deutschen Markt lag bei 6.218 Einheiten und damit 16,6 Prozent niedriger als im Jahr zuvor.

„Wir wollen, dass sich Subaru 2015 mit den neuen Modellen erholt“, sagte Kobayashi. Mit einer Gesamtproduktion von weltweit 913.000 Pkw wie im vergangenen Jahr sei Subaru nach wie vor ein kleiner Hersteller. Die Marke wolle aber ihre Präsenz erhöhen.

Kobayashi deutete an, dass Subaru seine Modellpalette erweitern will. „Wir haben eine Verpflichtung für den europäischen Markt abgegeben und werden weiterhin attraktive Produkte einführen", sagte der FHI-Manager. Die Äußerungen ließen auch Raum für Spekulationen über kleinere Modelle, die es in Zukunft wieder geben könnte. Subaru werde „fortfahren, Produkte zu entwickeln, um den Umweltauflagen gerecht zu werden“, sagte Kobayashi.

Bisher ist das Modellangebot Subarus vor allem auf SUVs ausgerichtet. Der Handel pocht aber seit längerem wieder auf einen Kleinwagen. Bis 2013 hatte Subaru das Modell Trezia im Angebot, das den Vorgänger Justy ablöste.

Volker Dannath, Geschäftsführer von Subaru Deutschland, äußerte sich ähnlich wie Kobayashi: Subaru baue sein Modellangebot aus. Dabei gehe es nicht nur um neue Kunden und Zielgruppen, sondern auch darum, „manchen Kunden zurückzugewinnen, dem wir das eine oder andere Angebot bislang nicht unterbreiten konnten.“ Im Gespräch mit »kfz-betrieb« hatte Dannath erst kürzlich erläutert, dass er für 2015 neben einem Schub durch die neuen Modelle mit einem Wachstum für die Marke durch den Ausbau des Händlernetzes rechnet. Die Händler rief Dannath angesichts des Wachstums des SUV-Segments auf, stärker auf Kundenfang zu gehen.

Die Emil-Frey-Gruppe Deutschland als Importeur der Marke Subaru betonte auf der Partnertagung, sie sehe langfristig deutliches Wachstumspotenzial. Auf dem deutschen Markt könne Subaru perspektivisch 10.000 Einheiten und mehr verkaufen, sagte Rudolf Wohlfarth, Deutschland-Chef der Emil-Frey-Gruppe.

Jürgen Ehlenberger, Leiter Marketing-Services bei Subaru Deutschland, zeigte sich zuversichtlich, mit dem neuen Forester in der Kombination mit Dieselmotor und Automatikgetriebe viele markenfremde Kunden gewinnen zu können. Marktforschungsdaten ließen auf eine Eroberungsquote von 39 Prozent bei Kunden von Fremdfabrikaten schließen. Die neue Modellvariante biete beachtliches Potenzial. Daneben kündigte Ehlenberger an, dass Subaru im März seine Markenpräsenz mit einer Anwendung für Smarthphones und Tabletcomputer erweitern will.

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