SUV-Boom und Ausstattungsvorlieben treiben Skoda-Umsatz

Autor: Andreas Grimm

Der chinesische Markt trübt in diesem Jahr die Stimmung in der Skoda-Führungsetage. Dennoch weist der Autobauer nach drei Quartalen gute Zahlen aus. Vor allem der Trend zu SUV-Modellen entspannt die Lage und die Erlössituation.

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(Bild: Skoda)

Skoda verkauft derzeit weltweit zwar weniger Autos als im Vorjahr, dafür stimmen die Finanzen. Wie die tschechische Volkswagenkonzerntochter am Montag mitteilte, kletterte der Umsatz in den ersten drei Quartalen des Jahres um 17,6 Prozent auf einen neuen Höchststand von 14,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis beträgt 1,175 Milliarden Euro und liegt damit 8,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Der Absatz der Marke ist dagegen in den Sog des schwächelnden China-Geschäfts geraten. In den ersten neun Monaten setzte Skoda 913.700 Fahrzeuge ab. Das sind 2,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In China, dem größten Einzelmarkt für Skoda, sanken die Verkäufe um ein gutes Fünftel von 250.000 auf 194.000 Einheiten.

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Derzeit steuert der Autobauer mit speziell auf den chinesischen Markt abgestimmten Modellen gegen den Abwärtstrend. Beispielsweise gab Skoda nun den Start des Kamiq GT bekannt. Das SUV-Coupé ist wie die China-Version des Kamiq und der Kodiaq GT einzig im Reich der Mitte erhältlich.

Kunden wählen höhere Ausstattungslinien

Ursächlich für den starken Umsatzanstieg ist das Absatzwachstum der teureren Modelle der Marke, speziell der SUV-Modelle. Ihr Anteil am Gesamtverkauf stieg in den vergangenen drei Jahren von 14 Prozent im Jahr 2017 (damals nur Kodiaq und Yeti) auf inzwischen 29 Prozent (Kodiaq, Karoq, Kamiq und deren Derivate). Auch die Ablösung des Rapid durch den Scala ist verbunden mit höheren Umsätzen pro verkauftem Modell. Und generell gilt, dass viele Kunden zuletzt zu höheren Ausstattungslinien griffen.

Für Skoda-Finanzvorstand Klaus-Dieter Schürmann bleibt der Hersteller „auch in unruhigem Fahrwasser weiter auf Kurs“. Negative Effekte aus Wechselkursen und höheren Vorleistungen für neue Produkte seien durch intensives Kostenmanagement und eine aktive Vertriebssteuerung mit Preis- und Mixverbesserungen kompensiert worden. Die Umsatzrendite ist zwar im Berichtszeitraum von 8,6 von 7,9 Prozent gesunken, bleibe aber weiter deutlich über dem Branchendurchschnitt.

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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«