Tesla Cybertruck: 200.000 Vorbestellungen – und dennoch viel Kritik

Autor: Christoph Seyerlein

Mit dem Cybertruck sorgt Tesla einmal mehr für Aufsehen. Die Zahl der Reservierungen ist beeindruckend. Doch im Netz macht sich selbst bei Elektro-Befürwortern Unmut breit. Und auch der großen Mehrheit der »kfz-betrieb«-User bei Instagram gefällt das Auto nicht.

Tesla liegen für den Cybertruck laut eigenen Angaben über 200.000 Vorbestellungen vor.
Tesla liegen für den Cybertruck laut eigenen Angaben über 200.000 Vorbestellungen vor.
(Bild: Tesla)

Mit dem Cybertruck polarisiert Tesla einmal mehr. Einerseits sind bei den Kaliforniern laut eigenen Angaben bereits über 200.000 unverbindliche Reservierungen eingegangen. Anders als früher, als Elon Musk für das Model 3 schon mal eine Gebühr von 2.500 Dollar nahm, liegt diese für den Cybertruck allerdings nur bei 100 Dollar.

Andererseits gibt es im Netz aber auch viel Kritik am Elektro-Pickup. Neben generellen E-Zweiflern kommt das Auto auch bei einigen Elektro-Verfechtern nicht gut an. Von einem „schrecklichen Auto“ und einem „Kampfpanzer“ ist bei Twitter beispielsweise die Rede. Auch der großen Mehrheit der Instagram-Follower von »kfz-betrieb« gefällt der Cybertruck nicht. Bei einer Umfrage mit 2.156 Teilnehmern brachten das 81 Prozent zum Ausdruck.

Tesla will den Cybertruck 2022 auf die Straße bringen. Die Reichweite soll je nach Batteriekapazität zwischen 400 und 800 Kilometern liegen. Mehr als 1,7 Tonnen Ladekapazität verspricht der Hersteller. Die Preise sollen bei 39.900 Dollar (rund 36.000 Euro) starten.

Bei der Präsentation warb Musk per Video auch damit, dass der Cybertruck schneller beschleunige als ein Porsche 911. Auch ein Tauziehen mit einem Ford F-150 gewann das Auto in einem Kurzfilm. Zudem versprach der Tesla-Chef Kunden Panzerglasscheiben. Der Live-Test auf der Bühne misslang allerdings: Als Designchef Franz von Holzhausen eine Metallkugel gegen die Seitenscheiben des Autos warf, gingen diese zu Bruch.

Reservierungs-Champion Tesla?

Dem Interesse an dem Fahrzeug hat das aber offenbar nicht geschadet. Mit den 200.000 Reservierungen liegen Tesla binnen kurzer Zeit deutlich mehr Anfragen vor als beispielsweise VW für den ID 3. Die Wolfsburger hatten das Prebooking für ihren Elektro-Hoffnungsträger Anfang Mai gestartet. Seitdem gingen bei ihnen laut Vertriebschef Jürgen Stackmann gut 36.000 Reservierungen ein. Allerdings verlangt VW von Kunden mit 1.000 Euro für den ID 3 auch eine deutlich höhere Gebühr als Tesla für den Cybertruck.

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Wichtig ist in dem Zusammenhang auch zu erwähnen: Eine Reservierung bedeutet keine verbindliche Verpflichtung zum Kauf. Wer es sich anders überlegt, kann sein Interesse zurückziehen und die Gebühr zurückverlangen – sowohl bei Tesla als auch bei VW.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Entwicklungsredakteur