V2G Bidirektionale Angebote für VW- und Cupra-Fahrer

Von sp-x/gr/se 2 min Lesedauer

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Vehicle-to-Grid (V2G) kommt langsam in Fahrt. Nun steigt der Volkswagenkonzern größer in das Geschäft ein, allerdings noch nicht für alle Marken und Modelle. Zum Auftakt sind moderne E-Autos von VW und Cupra dabei.

Mit Vehicle-to-Grid können Autofahrer Geld verdienen, wenn die Ausrüstung vorhanden ist.(Bild:  VW)
Mit Vehicle-to-Grid können Autofahrer Geld verdienen, wenn die Ausrüstung vorhanden ist.
(Bild: VW)

VW-Tochter Elli bietet ein Tarif- und Technikpaket für bidirektionales V2G-Laden an. Der Start soll in Kürze erfolgen, zunächst ist das Angebot aber nur für deutsche Kunden der Marken VW, VW Nutzfahrzeuge und Cupra verfügbar, weitere Konzernmarken sollen genauso folgen wie weitere Märkte, sobald technische, regulatorische und produktseitige Voraussetzungen erfüllt sind. Die erzielbaren Erlöse liegen laut Anbieter bei bis zu 720 Euro im Jahr. 

Das Elli-Modell ist ähnlich wie bei den meisten Wettbewerbern. Der E-Autohalter stellt den Akku seines Fahrzeugs über eine spezielle Wallbox zeitweise als Bedarfsspeicher für elektrische Energie zur Verfügung und erhält im Gegenzug einen finanziellen Bonus. Neben der passenden Hardware – im Fall von Elli eine DC-Wallbox inklusive App – ist ein „Volkswagen Naturstrom Tarif“ nötig. Details zu Preisen und Konditionen nennt der Anbieter noch nicht.

„Die Zukunft der Mobilität ist vollelektrisch – aber sie muss mehr sein als reine Funktion“, begründet beispielsweise Alexander Buk, Geschäftsführer von Cupra in Deutschland, die Initiative. Cupra zeige mit Modellen wie Born oder Tavascan, dass Elektromobilität gleichermaßen emotional, begehrlich und alltagstauglich sein kann. „Bidirektionales Laden erweitert diese Idee: Das Fahrzeug wird Teil des persönlichen Energie-Ökosystems und schafft einen echten Mehrwert über das Fahren hinaus.“

Dienstleister als Energiemanager für die Kunden

Verfügbar ist das Paket für Fahrzeuge der ID-Familie ab Softwareversion 3.5 mit einer Batteriekapazität ab 77 kWh sowie alle Modelle mit der Softwareversion 6. Nach VW-Angaben ist das ein Großteil der bestehenden Fahrzeugflotte. Elli ist nicht der erste Anbieter eines V2G-Dienstes für Kunden der eigenen Marken. Auch Mercedes, Renault (jeweils mit The Mobility House), Ford (mit Octopus Energy) und BMW (mit Eon) haben ähnliche Dienste im Programm.

Elli übernimmt die Rolle des Energiemanagers des Konzerns und bündelt die operative Umsetzung: energiewirtschaftliche Integration, die Entwicklung und den Betrieb der App-Steuerung, die Tariflogik, die Optimierung im Hintergrund, die Aggregation verfügbarer Batteriekapazitäten sowie die Vermarktung von Flexibilität. Das Unternehmen bringt dafür Erfahrung aus Heimlade-Services, Energiegeschäft und Stromhandel ein. 

Alle Anbieter versprechen Boni in dreistelliger Höhe. Auf der Gegenseite stehen Investitionen in das passende Fahrzeug, eine spezielle und entsprechend teure Wallbox sowie eventuell deren Installation. Zudem sind die Angebote an spezielle Stromtarife gebunden.

V2G ist Baustein der Energiewende

Der Ausbau erneuerbarer Energien verändert die Anforderungen an das Stromsystem grundlegend. Wind- und Solarenergie stehen nicht jederzeit dann zur Verfügung, wenn Strom benötigt wird. Gleichzeitig wächst der Bedarf an flexiblen Speichern. Fahrzeugbatterien gelten deshalb als eine der größten bislang ungenutzten Energieressourcen Europas.

Allein die bereits heute bidirektional vorbereiteten MEB-Fahrzeuge des Autobauers verfügen zusammen über mehrere Dutzend Gigawattstunden potenzielle Speicherkapazität. Vehicle-to-Grid ermöglicht es erstmals, diese Kapazität schrittweise intelligent in das Energiesystem einzubinden. Aus einzelnen Fahrzeugen kann damit ein vernetzter Speicherverbund entstehen.

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