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Tesla Model S als Leichenwagen: Geräuschlos ans Grab

| Autor / Redakteur: sp-x / Christoph Seyerlein

Die E-Mobilität dringt in immer neue Bereiche vor. Jüngstes Beispiel: Ein zum Leichenwagen umgebauter Tesla Model S, der einen pietätvollen Transport zur letzten Ruhestätte erlaubt.

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Mit 5,78 Metern Länge wird der Tesla Model S zum Leichenwagen.
Mit 5,78 Metern Länge wird der Tesla Model S zum Leichenwagen.
(Bild: Remetzcar)

Ein Leichenwagen mit wild bollerndem Ferrari-V12? Ein unvorstellbarer Gedanke, der Totentransport ist eben doch ein äußerst diskretes Geschäft. Insofern scheint es nur konsequent, wenn sich ein Bestattungsfahrzeug rein elektrisch und damit nahezu geräuschlos bewegt. Die holländischen Stretch-Limo-Experten von Remetzcar sind diesen Schritt gegangen und haben einen Tesla Model S zum Leichenwagen mit Glaskasten-Kombiheck umgebaut.

Das Resultat kann sich sehen lassen: Mit dem gläsernen, hochbauenden Kombiheck wirkt der Wagen geschmackvoll. Angesichts der heute vielerorts üblichen fensterlosen Kleintransporter, die für eine maximal kosteneffiziente und zudem anonyme Leichenentsorgung stehen, setzt dieser Tesla-Umbau ein Ausrufezeichen für die deutlich stilvollere Tradition des Leichentransports im klassischen Nobel-Kombi.

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Den Tesla Model S auf die Streckbank zu legen, war für die Stretch-Spezialisten eine besondere Herausforderung. Auf 5,78 Meter wurde das Bestattungsauto verlängert, was den Transport von bis zu 2,17 Meter langen Särgen erlaubt. Hierfür wurde das Fahrzeug einmal durchgeschnitten und ein gut 80 Zentimeter langer Mittelteil eingesetzt. Ein Problem bei dieser Arbeit war die den Unterboden weitgehend ausfüllende Hochvoltbatterie, die für die Verlängerung ausgebaut und an anderer Stelle neu eingesetzt werden musste. Laut Remetzcar kommt der 70-kWh-Stromspeicher zum Einsatz, der einen Radius von 350 Kilometer erlauben soll.

Auch der Ausbau des hinteren Bereichs der Stufenhecklimousine zum Kombiheck stellte die Techniker vor eine knifflige Aufgabe. Hier hat sich Remetzcar für eine filigrane Konstruktion mit maximal großen Glasflächen entschlossen. Dieses Glasheck muss zudem die für Leichenwagen üblichen Anforderungen an Hygiene und Funktionalität erfüllen. So gibt es einen mit Rollen bestückten ausziehbaren Teakboden, der ein leichtes Einladen von Särgen erlaubt.

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