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Toyota und PSA rufen 1,5 Millionen Minis zurück

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Yvonne Simon

Weil sich die Verklebung lösen kann, besteht bei 1,5 Millionen Citroën C1, Peugeot 107 und Toyota Aygo die Gefahr, dass das hintere Ausstellfenster während der Fahrt auf die Straße fällt. In Deutschland sind 136.000 Autos betroffen.

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Toyota muss allein in Deutschland 75.000 Einheiten des Aygo zurückrufen.
Toyota muss allein in Deutschland 75.000 Einheiten des Aygo zurückrufen.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Für das Kleinstwagen-Trio von Citroën, Peugeot und Toyota steht ein Millionen-Rückruf an. Ausführliche Infos hierzu von Herstellerseite gibt es mal wieder nur von Toyota. Die Zahlen zu PSA kommen vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), da die Pressestelle der Franzosen Auskünfte zu Rückrufaktionen verweigert. Laut Behörde müssen allein in Deutschland 61.000 Exemplare des C1 und 107 in die Werkstatt. Hinzu kommen laut Toyota Deutschland 75.000 Aygo aus dem Bauzeitraum Mai 2005 bis Januar 2014 (PSA: November 2013).

„Es besteht die Gefahr, dass sich die Verklebung der hinteren Ausstellfenster in den vorderen Aufhängungen löst“, erklärte der Toyota-Sprecher. Die möglichen Folgen beschrieb er mit „Wind- und Klappergeräuschen“, sowie Undichtigkeiten. Im schlimmsten Fall könnte sich die Scheibe komplett lösen und in den Verkehrsraum fallen.

Um dies zu verhindern, sind offenbar verschiedene Abhilfemaßnahmen vorgesehen. Laut KBA tragen die Werkstätten Kleber zwischen den beiden Scharnieren auf der Scheibe auf, um eine korrekte Haftung auf den hinteren Türpanelen zu gewährleisten. Doch offenbar ist auch ein Tausch der Scheibe beziehungsweise deren Aufhängung vorgesehen, denn der Toyota-Sprecher gab die Reparaturzeit mit 0,4 bis 3,2 Stunden an.

Fest steht, dass auf die Servicepartner der drei Marken zum Start des neuen Jahres viel Arbeit wartet. Weltweit geht es um etwa 560.000 Toyota-, 491.000 Peugeot- und 467.000 Citroën-Modelle. Der Aktionscode lautet bei den Japanern „18SMD-109“. Bei den Franzosen firmieren die Aktionen unter den Buchstabenkürzeln „JED“ (107) und „GMM“ (C1). Da durch einen eventuellen Scheibenverlust auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet sind, überwacht das KBA die Durchführung des Rückrufs.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist