Volkswagen „Trinity“ wird wieder verschoben

Quelle: dpa/jr 1 min Lesedauer

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Bei dem Hersteller sollen sich einige Modellstarts zwischen 15 und 33 Monate nach hinten verschieben. Sie alle stehen auf der Plattform für die kommende Elektro-Generation des Konzerns, der Scalable-Systems-Platform (SSP).

VW-Showcar „ID-Crozz“(Bild:  Volkswagen AG)
VW-Showcar „ID-Crozz“
(Bild: Volkswagen AG)

Bei Volkswagen verzögert sich der Produktionsstart des Elektroautos Trinity. Das Zukunftsmodell soll frühestens ab 2030 gebaut werden, hieß es aus Konzernkreisen. Ursprünglich sollte das Auto 2026 auf den Markt kommen. Konzernchef Oliver Blume hatte den Start aber bereits kurz nach seinem Amtsantritt um mindestens anderthalb Jahre verschoben, um mehr Zeit für die Entwicklung der Software zu haben. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ berichtet.

Grund für die Verzögerungen dürften die schwächelnde Nachfrage nach Elektroautos und der Sparkurs bei VW sein. Der Gewinn des Konzerns fiel im zweiten Quartal um vier Prozent auf 3,63 Milliarden Euro. Blume sagte Anfang des Monats: „Jetzt geht es um Kosten, Kosten und Kosten. Vor allem für die Marke Volkswagen, aber auch bei allen anderen Marken.“ Laut dem „Handelsblatt“ klagen Insider aber auch über anhaltende Softwareprobleme.

Trinity war das Vorzeigeprojekt des früheren Konzern-Chefs Herbert Diess, der das Auto in einem eigenen Werk in Wolfsburg bauen lassen wollte. Nun aber soll das Modell in Zwickau, dem E-Auto-Pionier bei Volkswagen, produziert werden. Damit würde der Standort, an dem rund 10.000 Menschen arbeiten, der erste, an dem die neue Plattform SSP eingesetzt wird. Zuletzt hatte VW eine Schicht in dem Werk gestrichen.

Vor dem „Handelsblatt“ hatte auch schon das „Manager Magazin“ über Modellverschiebungen in Zusammenhang mit der lahmenden SSP-Entwicklung geschrieben. So soll der ID-Golf laut aktuellem Plan im Herbst 2029 in der Produktion starten. Bei Audi soll schon vorher das A4-BEV auf der neuesten Elektro-Plattform aufgebaut werden und ab Ende 2028 gebaut werden.

Der Fertigungsbeginn des großen VW-SUVs „T-Sport“ soll dagegen erst Ende 2031 stattfinden. Und auch der ID-4-Nachfolger auf SSP-Basis soll nun erst Ende 2030 starten.

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