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Umweltbonus: Fördertopf ist noch zu fast zwei Dritteln voll

| Autor: Christoph Seyerlein

Eigentlich sollte die E-Auto-Prämie zum 30. Juni auslaufen. Dass dem nicht so ist, ist seit einigen Wochen bekannt. Die aktuellen Zahlen zeigen: Im Fördertopf liegt immer noch jede Menge Geld.

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Für den Tesla Model 3 gab es bislang 4.751 Förderanträge.
Für den Tesla Model 3 gab es bislang 4.751 Förderanträge.
(Bild: Seyerlein / »kfz-betrieb«)

Ursprünglich sollte die E-Auto-Prämie zum 30. Juni 2019 enden. Dass die verfügbaren Fördermittel in Höhe von 600 Millionen Euro längst nicht ausgeschöpft sein würden, hatte sich längst abgezeichnet. Die Zahlen zeigen nun: Zum eigentlich geplanten Enddatum liegen noch rund 370 Millionen Euro oder etwa 62 Prozent des Budgets im Topf. Wohl auch deshalb hatte sich die Bundesregierung kürzlich dazu entschlossen, die Subventionen bis Ende 2020 zu verlängern.

Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gingen seit dem Startschuss im Juli 2016 insgesamt 125.408 Förderanträge ein. Davon entfielen 82.974 auf reine Batterieelektroautos, 42.360 auf Plug-in-Hybride und 74 auf Brennstoffzellenfahrzeuge.

Im Juni wurden 5.337 Anträge gestellt und damit 94 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Mai bedeutete das allerdings einen Rückgang, im vorvergangenen Monat hatte es noch 6.078 Anfragen gegeben.

Meist gefördertes Fahrzeug im Juni war Teslas Model 3, für das die Behörde 795 Anträge verzeichnete. Es folgten der Renault Zoe (697) und der BMW i3 (537). Seit Förderbeginn liegt der Zoe mit insgesamt 15.628 Bescheiden ganz vorne, gefolgt vom i3 (11.576) und dem Smart Fortwo (9.608). Der gefragteste Plug-in-Hybrid ist der Mitsubishi Outlander, für den 8.442-mal eine Förderung beantragt wurde. Auf Herstellerebene liegt BMW an der Spitze. Für Modelle der Münchner gingen 20.295 Anträge ein. Platz zwei geht bislang an Renault (16.701), Dritter ist Volkswagen (14.742).

NRW vor Bayern und Baden-Württemberg

Mit 68.057 gingen die meisten Förderbescheide gingen bis jetzt an Unternehmen. Zweitstärkste Kundengruppe sind Privatpersonen mit 55.166. In der Betrachtung der einzelnen Bundesländer kommen die meisten Förderanfragen bislang aus Nordrhein-Westfalen (31.450). Bayern (24.305) und Baden-Württemberg (21.148) komplettieren das Podium. Auf den hinteren Plätzen in der Statistik liegen Mecklenburg-Vorpommern (959) und Bremen (641).

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