Diagnose Vamos Diagnósticos!

Von Steffen Dominsky 4 min Lesedauer

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Nein, zugegeben, neu ist die spanische Marke Jaltest nicht per se. Aber ziemlich neu auf dem deutschen Markt. Und auch hier will sie eine attraktive Alternative für alle jene sein, die Fahrzeuge diagnostizieren dürfen, die ein bisschen größer und schwerer sind als ein Pkw.

Wenn Spaniens Diagnoseblüten blühen: Werkstattausrüster Mike Richter bietet jetzt auch die Diagnose für Nfz-Betriebe aus dem Hause Jaltest/Cojali an.(Bild:  Dominsky – VCG)
Wenn Spaniens Diagnoseblüten blühen: Werkstattausrüster Mike Richter bietet jetzt auch die Diagnose für Nfz-Betriebe aus dem Hause Jaltest/Cojali an.
(Bild: Dominsky – VCG)

Tu, was du tun musst, aber tu es mit Leidenschaft“, lautet ein spanisches Sprichwort. Eine Einstellung, die man sich offenbar auch bei Cojali (gesprochen „Kochali“) zu Eigen gemacht hat. Denn einfach so schafft man es nicht an die Weltspitze in Sachen Fahrzeugdiagnose. Und zwar jener Art von Fahrzeugen, die nicht jeder Diagnoseanbieter im Portfolio hat, um nicht zu sagen eher wenige. Nämlich die von Nutzfahrzeugen, Bussen, Trailern und allem anderen schweren Gerät, das ohne Kennzeichen bzw. abseits von befestigten Straßen unterwegs ist. Groß ist Cojali mit der Herstellung von Elektronikkomponenten von Lkws und Bussen in der Erstausrüstung geworden, was bis heute ein wichtiges Standbein für das Unternehmen mit Sitz in Campo de Criptana im Herzen der iberischen Halbinsel ist. Rund 600 Menschen arbeiten hier aktuell, die neben besagten Komponenten auch Telematiksysteme für Personen- und Warentransportfahrzeuge, ISO-Datenbuskonzepte für die Digitalisierung aller Arten von Landmaschinen und sogar digitale Produkte für Militärvehikel entwickeln und produzieren.

Mit jeder Menge OE-Know-how im Gepäck riefen die Spanier vor rund 20 Jahren ihre eigene Diagnosemarke ins Leben: Jaltest. Mehr als 200 Lkw-, Trailer-, Bus-, Landmaschinen- und Gabelstablerhersteller sowie Stationärmotoren- und Bootsbauer mit 6.000 Modellen deckt die mittlerweile ab – in diesem Segment quasi einzigartig. Hinzu kommt, abgesehen von der konkreten Steuergerätediagnose, das umfangreiche Angebot an technischen Daten, Wartungs- und Reparaturinformationen. Die generiert Jaltest zum Teil selbst, bezieht sie aber vor allem auch von den jeweiligen Fahrzeugherstellern selbst. Heißt: Nutzer des entsprechenden Softwarepakets können auf originale Herstellerdaten zugreifen – ähnlich wie bei Alldata. Und da das deutsche Unternehmen Knorr-Bremse seit 2023 mehrheitlich an Cojali beteiligt ist, stehen diesen auch die Informationen des Knorr-Bremse-Diagnosesystems NEO zur Verfügung. Apropos: Künftig will das Münchner Unternehmen dieses vollständig in Jaltests „CV“-Diagnose (Commercial Vehicle = Lkw, Bus, Trailer, Stabler, Agrar, etc.) aufgehen lassen.