Neuwagenhandel Verbände fordern schlankes Energielabel für Pkw

Von Doris S. Pfaff 1 min Lesedauer

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Verständlich und hilfreich sollten die gesetzlich geforderten Angaben zu den Verbrauchs- und Emissionsdaten bei Verkaufsangeboten von Fahrzeugen sein: Das fordern VDIK, VDA und ZDK in einer gemeinsamen Erklärung. Eine Kennzeichnungspflicht für Gebrauchtwagen lehnen sie ab.

Die Branchenverbände VDIK, VDA und ZDK fordern gemeinsam eine Harmonisierung bei den verpflichtenden Verbrauchs- und Emissionsangaben bei Neuwagen. (Bild:  Silke Reents)
Die Branchenverbände VDIK, VDA und ZDK fordern gemeinsam eine Harmonisierung bei den verpflichtenden Verbrauchs- und Emissionsangaben bei Neuwagen.
(Bild: Silke Reents)

Helfen die Angaben dem Verbraucher oder nicht? Das sollte die entscheidende Grundlage für neue Vorgaben beim Autohandel sein. Die deutschen Verbände der Automobilwirtschaft sprechen sich deshalb für eine einfache, verständliche und digitale Pkw-Energieverbrauchskennzeichnung aus.

Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), der Verband der Automobilindustrie (VDA) und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) fordern, dass sich die künftigen Vorgaben am praktischen Nutzen für Verbraucher und an einer rechtssicheren Umsetzung im Fahrzeugvertrieb orientieren.

Die Verbände unterstützen grundsätzlich eine europaweit harmonisierte Regelung im Rahmen des Automotive Package. Einheitliche Vorgaben auf EU-Ebene könnten die Vergleichbarkeit von Fahrzeugen im Binnenmarkt verbessern und die Transparenz für Kaufinteressierte erhöhen. Voraussetzung dafür sei aber eine praxistaugliche und verständliche Ausgestaltung.

Verlässliche Verbrauchsdaten fehlen

Gegen eine Kennzeichnung von Gebrauchtfahrzeugen äußern sich VDIK, VDA und ZDK ablehnend. Für einen Großteil des Bestands lägen keine verlässlichen Verbrauchs- und Emissionsdaten vor, heißt es. Eine Kennzeichnung könne deshalb entweder zu fehlerhaften Kundeninformationen führen oder einen hohen Prüf- und Kostenaufwand nach sich ziehen.

Als Datengrundlage für die Pkw-Energieverbrauchskennzeichnung schlagen die Verbände das bestehende System der Übereinstimmungsbescheinigungen vor. Der Aufbau paralleler EU-Datenbanken mit ähnlichen Inhalten würde aus ihrer Sicht Doppelstrukturen schaffen, zusätzliche Schnittstellen erfordern und neue Haftungsfragen aufwerfen.

Die Kennzeichnung solle zudem digital ausgestaltet sein. Hintergrund sei, dass Fahrzeugvertrieb und Werbung zunehmend über digitale und dynamische Formate liefen. Vereinfachte Darstellungen könnten die wichtigsten Informationen verständlich vermitteln, weitergehende Angaben sollten über digitale Kanäle abrufbar sein.

Mit der geplanten Neuregelung bestehe die Chance, Verbraucherinformation, Binnenmarkt und Transformation zugleich zu stärken, so die Verbände. Das gelinge aber nur, wenn die Vorgaben klar, verhältnismäßig und realitätsnah seien.

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