Vertauschte Bremszylinder sorgen für Audi-Rückruf

Irrtümliche Vermischung beim Lieferanten

| Autor: Niko Ganzer

Im Audi Q5 könnten fehlerhafte Hauptbremszylinder verbaut sein.
Im Audi Q5 könnten fehlerhafte Hauptbremszylinder verbaut sein. (Bild: Audi)

Audi sucht in weltweit 20.400 Einheiten des Q5 nach maximal fünf Hauptbremszylindern, deren Wandstärke möglicherweise nicht den Vorgaben entspricht. Deutsche Vertragswerkstätten übernehmen davon im Rahmen des Rückrufs „47O9“ knapp 1.250 Exemplare aus dem Produktionszeitraum Juli 2018 bis März 2019.

„Bei der Herstellung der betroffenen Hauptbremszylinder kam es beim Lieferanten zu einer irrtümlichen Vermischung von aussortierten Teilen mit ordnungsgemäß gefertigten Hauptbremszylindern“, erklärte ein Sprecher der Volkswagen-Tochter auf Anfrage. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass diese Teile verbaut wurden.

In einem solchen Fall drohe mit der Zeit eine Undichtigkeit, was letztlich zu einem Ausfall der hydraulischen Bremsanlage führen könne. „Die elektrische Parkbremse und deren Notbremsfunktion sind jedoch in diesem Fall nicht beeinträchtigt und weiterhin voll funktionsfähig“, betonte der Sprecher.

Die Audi-Vertragspartner überprüfen den Hauptbremszylinder und tauschen ihn bei „fehlender Maßhaltigkeit“ aus. Für die reine Überprüfung sei der Zeitbedarf gering, so der Sprecher. Eine Zeitangabe für den Austausch, der den meisten Betroffenen erspart bleiben dürfte, machte er nicht.

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