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Videobotschaft von Davino: FCA Deutschland nun auch mit „Aftersales-Fallschirm“

Autor: Christoph Seyerlein

Erneut hat sich FCA-Deutschlandchefin Maria Grazia Davino per Video an den Handel gewandt. Der Importeur erweitert sein Hilfspaket, nimmt die Händler aber für Mai und Juni auch in die Pflicht.

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Maria Grazia Davino will ab sofort wieder verstärkt Händlerbesuche fortführen.
Maria Grazia Davino will ab sofort wieder verstärkt Händlerbesuche fortführen.
(Bild: FCA Germany AG)

Fiat Chrysler Deutschland baut sein Corona-Hilfsprogramm für Händler aus. In einer Videobotschaft wandte sich Importeurschefin Maria Grazia Davino an die Partner, bedankte sich für die „gute Arbeit im April“ und stimmte die Händler auf die kommenden Herausforderungen ein. „Ich will einen erfolgreichen Monat Mai mit euch schaffen“, sagte Davino. Damit das gelingen kann, ergreift FCA folgende Maßnahmen:

  • Die Pkw-Marken und Fiat Professional garantieren die Händlerziele für den Mai.
  • Die Aftersales-Ziele passt FCA Deutschland an. Der Importeur baut einen „Fallschirm“ ein: Bereits ab 60 Prozent Zielerreichung erhalten Partner demnach Bonuszahlungen.
  • Einige bereits getroffene Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität im Handel führen FCA und die FCA Bank fort...
  • Bereits fakturierte Neufahrzeuge mit Ablauf der zinsfreien Zeit im Mai bleiben 60 weitere Tage zinsfrei.
  • Die im April fakturierten Neufahrzeuge erhalten eine um 60 Tage verlängerte zinsfreie Zeit.
  • Händler erhalten auch für den Monat Mai eine Rückerstattung von Zinsbelastungen aus der Einkaufsfinanzierung durch FCA für Neuwagen, Vorführwagen und Tageszulassungen.
  • Teile-Fälligkeiten werden von 60 auf 90 Tage verlängert
  • Einmal-Masken für den Handel sind im Zentrallager zum Selbstkostenpreis von 99 Cent abrufbar.
  • Markengebrandete Mehrwegmasken sollen ab Ende Mai verfügbar sein.

Die Marketingkampagne „Di piu“ führt FCA Deutschland fort. Davino erklärte zudem, dass die Produktion in Italien Anfang Juni wieder anlaufen werde. Bei Fiat, Abarth und Alfa Romeo habe man allerdings einen niedrigen Lagerbestand. „Deshalb bestellen Sie jetzt!“, sagte die Importeurschefin an die Händler gewandt. Nur so könne es FCA Deutschland erreichen, die Produktion für den eigenen Markt beim Hersteller zu priorisieren und die Einheiten verkaufen, „die wir uns als Ziel gesetzt haben und die wir in unserem Markt brauchen“, sagte Davino.

FCA will auf Ware aus anderen Märkten zugreifen

Im Mai will FCA Deutschland zudem auf bereits gebaute Fahrzeuge aus anderen Märkten zugreifen. Sie wisse, dass das den deutschen Partnern Bauchschmerzen bereite und es sei auch nicht die beste Lösung, betonte Davino. Dennoch müsse man diese Gelegenheit nutzen, da vor allem einige Abarth-Modelle erst wieder ab Juli gebaut würden.

Noch komplexer sei es bei Alfa Romeo. Die Aufträge der Händler könne der Importeur aktuell nicht erfüllen. Nun schaue er sich auch dort auf anderen europäischen Märkten um, ob er einige der gefragten Fahrzeuge auf diesem Wege auftreiben könne. Sollte man diese nicht finden, sei das nicht allzu schlimm, so Davino. Sie erwarte im Mai dennoch den Verkauf von 100 bis 150 Alfa-Einheiten in Deutschland.

Davinos komplette Ansprache im Video

Ihre Ansprache nutzte Davino auch für einen Dank an Händler. Das deutsche Fiat-Händlernetz werde häufig hart kritisiert und wenig verstanden. Sie wolle die Probleme gemeinsam mit den Partnern aber weiter anpacken und lösen. „Ich bin so stolz auf Sie. Und ich bin stolz, sagen zu können, dass ich die Chefin der deutschen Vertriebsgesellschaft sein darf“, so Davino.

Im Mai wolle sie nun auch wieder persönlich viele Händler besuchen. Zudem soll es weitere Livestreams bei Youtube für den Handel geben. Die gesamte Ansprache Maria Grazia Davinos sehen Sie hier im Video:

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«