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Volkswagen-Töchter tauschen Entwicklungschefs

| Autor: Andreas Grimm

Werner Tietz wechselt als neuer Forschungsvorstand von Bentley zu Seat nach Spanien. Bei der Edelmarke ersetzt ihn sein Vorvorgänger. Sein direkter Vorgänger wiederum wechselt nach nur einem guten Jahr im Amt zu Skoda.

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Werner Tietz wird neuer Vorstand für Forschung und Entwicklung bei Seat.
Werner Tietz wird neuer Vorstand für Forschung und Entwicklung bei Seat.
(Bild: Bentley)

Werner Tietz rückt zum 1. Juli in den Vorstand der Seat S.A. auf. Er übernimmt das Ressort für Forschung und Entwicklung als Nachfolger von Axel Andorff, der diesen Posten erst im März 2019 angetreten hatte. Damals hatte er Matthias Rabe abgelöst, der zuvor acht Jahre lang die Seat-Forschung verantwortet hatte und in dieser Zeit das spanische Fabrikat modernisiert und an die Konzerntechnik angedockt hatte.

Tietz ist Absolvent der RWTH Aachen und seit 1994 im Volkswagenkonzern tätig. Er startete bei Audi und war in Ingolstadt unter anderem Interieur-Chef. 2011 wechselte er zu Porsche, wo er unter anderem an der Entwicklung des Taycan-Konzepts beteiligt war und die Einführung neuer Materialien vorantrieb. Zuletzt war er seit 2018 Mitglied der Geschäftsführung bei Bentley und Leiter der Entwicklungsabteilung, wo er eine neue Entwicklungsstrategie und die Grundlagen für die Elektrifizierung der Marke etablierte.

An diese Funktionen soll Tietz nun in seiner neuen Rolle anknüpfen. Zu seinen vordringlichen Aufgaben gehören laut einer Seat-Pressemitteilung die weitere Elektrifizierung sowie die Innovationsprojekte für sicheres und effizienteres Fahren. Daneben verantwortet er die Designkonzeption aller Fahrzeuge der Marken Seat und Cupra.

Sein Nachfolger bei Bentley wird laut einer Pressemitteilung aus Crewe sein Vorvorgänger Matthias Rabe. Dieser war seit seinem Weggang aus Barcelona zunächst Leiter der Technischen Entwicklung bei VW und seit dem 1. Februar 2020 Chief Technology Officer (CTO) Volkswagen Pkw unter Entwicklungsvorstand Frank Welsch.

Bei Bentley soll der studierte Maschinenbau-Ingenieur nun als Entwicklungsvorstand ab dem 1. August 2020 eine neue Modellgeneration des Premiumherstellers verantworten und insbesondere „in eine Zukunft der nachhaltigen Luxusmobilität“ führen.

Tietz‘ direkter Vorgänger Axel Andorff, der vor seinem Wechsel zu Seat fast 20 Jahre für Daimler arbeitete, wechselt zu Skoda. Bei den Tschechen wird er künftig die Verantwortung für die Entwicklung von Fahrzeugen der mittleren und der MEB-Baureihen tragen. Weitere Angaben zu der Personalie macht Skoda bislang nicht.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«