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VW erwartet nach schwachem Halbjahr Trendwende in Europa

| Autor: Christoph Seyerlein

Nach mehreren Flauten-Monaten hat VW im Juni mal wieder ein leichtes Absatzplus einfahren können. Das war allerdings von einem einmaligen Sondereffekt in China begünstigt. In Europa ging es für die Marke dagegen steil bergab. Doch der Hersteller erwartet eine baldige Kehrtwende.

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VW hat im Juni weltweit 542.300 Neuwagen ausgeliefert.
VW hat im Juni weltweit 542.300 Neuwagen ausgeliefert.
(Bild: Seyerlein / »kfz-betrieb«)

Nach mehreren Monaten im Minus hat Volkswagen Pkw im Juni mal wieder leichte Zuwächse beim Absatz verbuchen können. Wie der Hersteller am Dienstag mitteilte, lieferte er im vergangenen Monat weltweit 542.300 Fahrzeuge aus – 1,6 Prozent mehr als im Juni 2018. Die Halbjahresbilanz liest sich dennoch mau: Mit 2.998.200 verkauften Einheiten liegt die Marke bislang um 3,9 Prozent hinter dem eigenen Vorjahresniveau zurück.

Das Plus im Juni kam letztlich auch aufgrund eines einmaligen Sondereffekts durch regulatorische Änderungen in China zustande. So konnte VW in seinem wichtigsten Markt nach Monaten der Flaute mit 261.100 Auslieferungen im Juni ein sattes Plus von 14,2 Prozent einfahren. Die Umstellung der im Land gültigen Homologationsnorm von C5 auf C6 verschaffte dem Gesamtmarkt einen positiven Impuls, von dem der Volkswagen-Konzern nach eigener Auskunft besonders profitieren konnte.

Gut lief es für die Marke auch in den USA (+9,6 %) und in Brasilien (+13 %). Während sich die Wolfsburger in Deutschland stabil präsentierten (+1 %), brach der Absatz in Gesamteuropa ein (-10 %).

Stackmann: „Gut gefüllte Orderbücher“ in Europa

Laut Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann war mit der Schwäche in Europa nach den Rekordwerten im Vorjahreszeitraum so zu rechnen. Man erwarte für den Kontinent aber „auf Basis gut gefüllter Orderbücher ein starkes zweites Halbjahr“, so Stackmann. In China müsse man dagegen abwarten, „ob sich die Nachfrage wieder nachhaltig erholt.“

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