Suchen

VW fehlen weiter Otto-Motoren

| Autor: Christoph Seyerlein

Der Absatz von VW Pkw ist im Januar 2019 im Vergleich zum Vorjahr abgesackt. In fast allen Regionen weltweit schwächelte die Marke. Gerade in Europa belastet die weiter schlechte Verfügbarkeit von Modellen das Geschäft der Händler.

Firmen zum Thema

VW Pkw hat im Januar 2019 weltweit 515.500 Autos ausgeliefert.
VW Pkw hat im Januar 2019 weltweit 515.500 Autos ausgeliefert.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Volkswagen hat das eigene Rekord-Absatzniveau aus dem Januar 2018 zum Start des neuen Jahres nicht halten können. Wie der Hersteller am Mittwoch mitteilte, lieferte er im ersten Monat des Jahres 2019 weltweit 515.500 Neuwagen aus – und damit 3,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist.

Gerade in den großen Märkten lief es für die Kernmarke des Wolfsburger Autokonzerns mau. In Europa stand ein Minus von drei Prozent unter dem Strich, vor allem in Deutschland verschlief VW den Jahresstart (-9,2 %). Ähnlich schwache Zahlen musste das Fabrikat in den USA (-6,7 %) hinnehmen.

Und auch in China war der Absatz im Januar rückläufig (-3,1 %). Gleichzeitig scheint die Abhängigkeit der Marke vom Reich der Mitte weiter zuzunehmen. Mit 287.900 Einheiten gingen fast 56 Prozent aller weltweit ausgelieferten VW-Modelle im zurückliegenden Monat nach China. Im Gesamtjahr 2018 hatte jener Wert noch bei knapp 51 Prozent gelegen. Zwei Lichtblicke gab es im Januar für VW aber doch: Der Absatz in Russland (6.200 Einheiten, +10,9 %) und Brasilien (26.400 Einheiten, +10,8 %) wuchs zweistellig.

Stackmann verspricht bessere Verfügbarkeiten

Als Grund für die Probleme in Europa hat Volkswagen unter anderem die limitierte Verfügbarkeit von Benzin-Motoren ausgemacht. Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann sagte dazu: „Wir verfügen über einen hohen Auftragsbestand und arbeiten wie angekündigt intensiv am Kapazitätsausbau für unsere Otto-Aggregate, um die hohe Nachfrage danach im Jahresverlauf besser abdecken zu können.“ Jüngsten Verlautbarungen aus Wolfsburg zufolge ist aber nicht nur die Nachfrage nach Benzinern groß – auch bei Diesel-Modellen verzeichnete VW nach eigenen Angaben zuletzt wieder ansteigende Bestellzahlen.

Zusätzliche Impulse erhofft sich Stackmann zudem von kommenden Modellen. Der Marktstart des VW T-Cross ist für den April angekündigt. Im September folgt das Facelift des VW Passat.

(ID:45744574)

Über den Autor