VW-Konzern: Schwächen in Deutschland und USA schlagen nicht durch

Weltweites Absatzplus von 4,3 Prozent im Juli

| Autor: Christoph Seyerlein

(Foto: VW)

Die Marken des Volkswagen-Konzerns haben ihren gemeinsamen weltweiten Umsatz im Juli im Vergleich zum Vorjahr steigern können. Die 820.900 verkauften Neuwagen im zurückliegenden Monat bedeuteten ein Plus von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn hat Volkswagen damit weltweit 5.976.600 Autos ausgeliefert, das sind 1,3 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2016.

Konzern-Vertriebsleiter Fred Kappler bezeichnete die Zahlen in einer Pressemitteilung als „solide“. Auffällig ist aber, dass gerade zwei zentrale Märkte des Konzerns im Juli die einzigen beiden Ausreißer nach unten waren. In Deutschland verkaufte der Konzern mit 97.500 Einheiten 5,9 Prozent weniger als im Juli 2016. Hier dürfte sich nicht zuletzt die anhaltende Diesel-Debatte mit weiter drohenden Fahrverboten negativ ausgewirkt haben. Auch in den USA kam Volkswagen im Juli nicht voran. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeuteten 50.000 Auslieferungen dort ein Minus von 2,4 Prozent.

Ansonsten lief es für den Wolfsburger Konzern aber weitgehend rund. Mit Abstand größter Einzelmarkt ist nach wie vor China, dort erzielte Volkswagen mit 309.100 verkauften Neuwagen ein Wachstum von 8,1 Prozent. Besonders große Zuwachsraten erreichte der Autobauer in Südamerika (+18,3 %) und Russland (+17,4 %), allerdings auch ausgehend von einem schwachen Vorjahresniveau. In Europa lag der Konzern trotz der Schwäche in Deutschland mit insgesamt 328.900 Auslieferungen im Juli knapp im Plus (+1,6 %).

Die einzelnen Pkw-Marken entwickelten sich unterdessen im Juli allesamt positiv. Dabei stach wie schon häufiger in diesem Jahr Seat heraus. Die Spanier erzielten mit 38.900 Einheiten ein Absatzplus von 11,3 Prozent. Aber auch VW Pkw und Skoda (je +4 %), Audi (+3,5 %) und Porsche (+1 %) konnten im zurückliegenden Monat zulegen.

Ähnlich gut lief es für Volkswagen auch im Nutzfahrzeugbereich. Volkswagen Nutzfahrzeuge (+7,1 %), MAN (+5,8 %) und Scania (+11,8 %) übertrafen allesamt ihr Absatzniveau aus dem Juli 2016.

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