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VW-Rückruf: Hinterer Radträger droht zu brechen

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jakob Schreiner

Der Wolfsburger Konzern ruft Modelle von A3, Q2, Ateca, Octavia, Superb, Golf, Passat und Tiguan in die Werkstatt. Bei den betroffenen Fahrzeugen wurde vergangenen August ein nicht korrekt gehärtetes Radlagergehäuse an der Hinterachse verbaut.

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Zu den vom Rückruf betroffenen Modellen gehört unter anderem der Golf VII.
Zu den vom Rückruf betroffenen Modellen gehört unter anderem der Golf VII.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Für diverse Modelle des VW-Konzerns steht ein Fahrwerks-Rückruf wegen einer „Härteabweichung am Radträger hinten“ an. So beschrieb ein Sprecher der Marke VW auf Anfrage ein Problem mit dem Passat, Golf und Tiguan. „Im ungünstigsten Fall kann es zu einem Bruch des Radträgers kommen und in Folge zum Verlust der Radführung.“ Das gleiche Problem haben auch der Audi A3 und Q2, der Seat Ateca und die Skoda-Modelle Octavia und Superb.

Da die Werke die fehlerhaften Teile nur an einigen Tagen im vergangenen August verbaut haben (zwischen 22. und 30.8.2017 bei VW), ist die Anzahl der zurückgerufenen Fahrzeuge bei allen vier Fabrikaten übersichtlich. VW holt weltweit insgesamt 5.764 Einheiten in die Vertragswerkstatt, davon 1.038 in Deutschland. Bei den Tschechen geht es um 656 Fahrzeuge, 125 sind hierzulande registriert. Audi beziffert die betroffenen Einheiten auf 93, Seat auf 63 Fahrzeuge. Beide Angaben beziehen sich auf in Deutschland zugelassene Fahrzeuge.

Die jeweilige Markenwerkstatt ersetzt hinten auf beiden Seiten das Radlagergehäuse. Hierfür sind vier bis fünf Stunden Arbeitszeit angesetzt. Die Aktionscodes lauten „42I2“ bei VW, „42I3“ bei Audi, „42I4“ bei Skoda und „40M42 bei Seat. Im VW-Konzern ist es üblich, reparierte Modelle nach einem Rückruf mit einem Aufkleber in der Kofferraummulde zu versehen.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist