VW stampft den digitalen Verkäuferarbeitsplatz wieder ein

Autor: Christoph Seyerlein

Vor über fünf Jahren traf VW die Entscheidung, den digitalen Verkäuferarbeitsplatz (VAP) auszurollen. Nun zog der Hersteller die Reißleine. Die Erfahrungen waren Händlern zufolge teilweise „katastrophal“. Dabei wollen die Wolfsburger bald ein viel größeres digitales Rad drehen.

(Bild: VW)

Pilotprojekt gescheitert: Volkswagen hat sich dazu entschieden, den digitalen Verkäuferarbeitsplatz (VAP) nicht weiter bei seinen Händlern auszurollen. Das bestätigte der Autobauer gegenüber »kfz-betrieb«. Dem Händlernetz hat VW den Abbruch des Vorhabens bereits im Dezember verkündet.

Als Grund nannten die Wolfsburger unter anderem die „deutlich anderen Rahmenbedingungen“, die jetzt im digitalen Bereich vorherrschen würden als zur Zeit des Beschlusses für den VAP. Jenes Projekt hatte VW vor mehr als fünf Jahren für die Marken VW Pkw, VW Nutzfahrzeuge und Audi ins Leben gerufen. Allerdings habe sich seitdem die Transformation der gesamten Automobilbranche spürbar beschleunigt, sagte ein VW-Sprecher. „Kernthemen wie Digitalisierung, Elektromobilität und autonomes Fahren haben spürbaren Einfluss auf die Erwartungen unserer Kunden und die Anforderungen unserer Partner. Diese entwickeln sich derzeit sehr dynamisch, was zu Auswirkungen auf unsere Strategie zur konsequenten Digitalisierung der Vertriebsprozesse führt.“

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Entwicklungsredakteur