Halbleitermangel VW verlängert Kurzarbeit

Autor / Redakteur: dpa / Marie Lücke

Die Halbleiterkrise bremst weiterhin die deutsche Autoproduktion. Für Beschäftigte im Volkswagen-Stammwerk in Wolfsburg bedeutet das erneut Kurzarbeit. Auch die Standorte Zwickau und Dresden sind betroffen.

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VW schränkt die Produktion in den Werken in Wolfsburg, Zwickau und Dresden bis zum 5. September ein.
VW schränkt die Produktion in den Werken in Wolfsburg, Zwickau und Dresden bis zum 5. September ein.
(Bild: Volkswagen AG)

Die Produktion im Volkswagen-Stammwerk in Wolfsburg läuft wegen fehlender Elektronikbauteile eingeschränkt weiter. Die Kurzarbeit wurde bis zum 5. September verlängert, wie ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch mitteilte. Es solle auf allen Fertigungslinien nur in einer Schicht produziert werden. Neben dem Stammwerk in Wolfsburg seien auch die Standorte Zwickau und Dresden betroffen. Wie viele Beschäftigte insgesamt davon betroffen seien, konnte der Sprecher nicht sagen.

Grund für den Arbeitsausfall sei die anhaltend angespannte Liefersituation bei Halbleitern. Infolge der Pandemie musste das Unternehmen das Produktionsprogramm schon mehrmals anpassen. Die Halbleiter-Bauteile stecken in zahlreichen Elektroniksystemen. Die Nachfrage aus der Autoindustrie war jahrelang gestiegen, brach dann aber in der Corona-Krise zunächst ein. Die Chipproduzenten fanden neue Abnehmer, etwa aus der IT, Unterhaltungselektronik oder Medizintechnik.

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