VW will für mehr Serviceloyalität sorgen

Stackmann: „Im Moment verdienen die meisten Händler im Verkauf kein Geld“

| Autor: Jens Rehberg

VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann sprach auf dem Branchengipfel des Instituts für Automobilwirtschaft in Nürtingen.
VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann sprach auf dem Branchengipfel des Instituts für Automobilwirtschaft in Nürtingen. (Bild: Rehberg/»kfz-betrieb«)

Um die Rentabilität bei den deutschen Vertragspartnern während der Erschließung des Elektromarktes zu stützen, will sich VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann auf die Serviceloyalität der Kunden konzentrieren. „Wir werden neue Bindungssysteme bei unseren Elektroautos schaffen, damit die Kunden länger beim Vertragshandel bleiben“, sagte Stackmann auf dem Branchengipfel des Instituts für Automobilwirtschaft am Mittwoch in Nürtingen.

Die nötigen Erträge, um das schwächere Servicepotenzial der E-Autos zu kompensieren, sieht der Vertriebsvorstand offenbar gewährleistet, wenn Händler und Hersteller es schaffen, die verkauften Fahrzeuge auch über das komplette Alterssegment II hinweg (bis zum sechsten Jahr) noch im eigenen Netz zu halten.

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Neue Umsatzmöglichkeiten im Verkauf

Im Vertrieb mit ID-Modellen will Stackmann die Vergütung der Händler über das Agenturmodell „fair und transparent“ gestalten. Die Festmarge erscheine auf den ersten Blick nicht üppig, „aber es wird letztlich mehr übrig bleiben.“ Derzeit verdienten die meisten Partner im Verkauf überhaupt kein Geld. Künftig würden sie aber auch an den neuen, zusätzlichen Umsätzen wie Softwareverkäufen „on Demand“ teilhaben.

Jürgen Stackmann betonte, Händler und Hersteller müssten auf diesem Feld deutlich enger zusammenarbeiten. Die zentrale E-Commerce-Anwendung hierfür sei gerade in Arbeit.

Wie der Vertriebsvorstand zudem versicherte, soll die jüngst angekündigte CI-Aktualisierung die Händler nicht über Gebühr belasten. Außen bezahle der Konzern die nötigen Anpassungen. Und innen wolle man schlicht mit dem vorhandenen Mobiliar arbeiten und „einfach etwas mehr Frische und Farbe reinbringen“, so Stackmann.

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