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Wachstum auch im Juni: BMW fährt Rekordhalbjahr nach Hause

Autor: Christoph Seyerlein

BMW hat erstmals in einem ersten Halbjahr mehr als 1,25 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Bei den Münchnern zeigt man sich zufrieden. Ein wichtiges Zukunfts-Geschäftsfeld brach im Juni allerdings gewaltig ein.

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BMW hat in diesem Jahr bislang knapp 60.000 elektrifizierte Fahrzeuge ausgeliefert.
BMW hat in diesem Jahr bislang knapp 60.000 elektrifizierte Fahrzeuge ausgeliefert.
(Bild: BMW)

Die BMW Group hat im Juni ihren positiven Absatztrend fortgesetzt. Wie der Hersteller am Mittwoch mitteilte, lieferte er im zurückliegenden Monat 240.674 Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce aus. Damit übertrafen die Münchner den Juni 2018 leicht (+0,7 %). Auch in der Gesamtjahresbilanz steht nach dem ersten Halbjahr ein Zuwachs und sogar ein neuer Rekord in den Büchern: In den ersten sechs Monaten 2019 verkaufte BMW 1.252.837 Neuwagen (+0,8 %) und damit erstmals mehr als 1,25 Millionen in einem ersten Halbjahr.

Von den einzelnen Marken entwickelte sich im Juni Rolls-Royce mit 506 Einheiten (+42,5 %) wie schon im gesamten Jahr (+42,3 %) stark positiv. Die Kernmarke BMW legte im Juni um 1,4 Prozent auf 203.523 Auslieferungen zu. Im Gesamtjahr liegt das Fabrikat damit 1,6 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Mini schwächelt dagegen. Mit 36.645 Fahrzeugen lieferte die Marke im Juni 3,5 Prozent weniger aus als noch vor einem Jahr, in der Halbjahresbilanz steht sogar ein Minus von 3,9 Prozent. Gut läuft das Motorradgeschäft für BMW: Sowohl im Juni (18.230 Auslieferungen, +7,4 %), als auch im Gesamtjahr (93.188, +7,1 %) zeigt der Trend nach oben.

Getragen wurde die BMW-Gruppe im Juni wie schon im gesamten Jahr von starken Zuwächsen in China. Im zurückliegenden Monat erzielte der Hersteller dort ein Plus von 20,9 Prozent. In der Jahresbilanz liegt BMW dort nun um 16,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Und das, obwohl der Markt im bisherigen Jahresverlauf fast durchweg schwächelte. Ebenfalls positiv fiel die Juni-Bilanz der Münchner in den USA aus (+3,9 %).

In Europa musste der Konzern dagegen Einbußen hinnehmen (-4,3 %). Auch in Deutschland verkaufte BMW im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 29.866 Einheiten weniger Neuwagen (-3,2 %).

Neue Elektro-Impulse nötig

BMW-Vertriebsvorstand Pieter Nota zeigte sich in einer Mitteilung mit dem ersten Halbjahr zufrieden. „Unsere Modelloffensive zeigt Ihre Wirksamkeit, die neuen Fahrzeuge kommen bei unseren Kunden sehr gut an“, sagte er. Sehr beliebt seien weiter die SUV-Modelle – der Absatz der X-Modelle sei im ersten Halbjahr um 23,1 Prozent gestiegen. Weitere Impulse erhofft sich der Hersteller von seiner Elektro-Offensive, die er im Juni genauer vorgestellt hatte. „In naher Zukunft kommt noch einiges mehr“, so Nota.

Im Elektro-Bereich kann BMW neuen Schub auch gut gebrauchen. Im Juni setzte der Hersteller mit 11.684 elektrifizierten Fahrzeugen 15,4 Prozent weniger solcher Autos ab als im Vorjahresmonat. Damit rutschte jener Bereich auch in der Halbjahresbilanz (59.593 Einheiten, -1,8 %) ins Minus.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«