Audi Während der Hersteller feiert, ächzt mancher Händler und Verkäufer

Autor: Christoph Seyerlein

Bei Audi freut man sich über das beste erste Halbjahr der Unternehmensgeschichte. Im deutschen Handel ist die Stimmung dagegen teilweise weniger rosig. Was Vertriebsvorständin Hildegard Wortmann nun von den Audi-Partnern fordert.

Audi-Vertriebsvorständin Hildegard Wortmann fordert vom Handel Bereitschaft zur Veränderung.
Audi-Vertriebsvorständin Hildegard Wortmann fordert vom Handel Bereitschaft zur Veränderung.
(Bild: Audi)

Die Stimmung bei Audi ist gut. Zumindest auf Herstellerseite. Die Marke hätte im ersten Halbjahr beinahe die Marke von einer Million ausgelieferten Neuwagen geknackt. Alles in allem waren es die erfolgreichsten ersten sechs Monate in der Geschichte der Ingolstädter. „Ein Hammer“, wie Vertriebsvorständin Hildegard Wortmann im „Audi Mitarbeiter Podcast“ sagt. Ihrem Team wolle sie für die erbrachten Leistungen auf die Schulter klopfen, so die Managerin.

Nicht ganz so rosig ist die Gemütslage aber offenbar bei einigen deutschen Audi-Händlern. Einen Beitrag von »kfz-betrieb« zur generellen Unzufriedenheit von Handelspartnern mit ihren Herstellern kommentierte ein Audi-Verkäufer beispielsweise mit den Worten: „Bin über das schlechte Ergebnis der Audi AG hinsichtlich Vertriebspolitik keineswegs überrascht. Der Umgang, die Kommunikation und vor allem die Wertschätzung uns Verkäufern gegenüber ist unterirdisch.“ Ein Audi-Partner sagte im Gespräch mit »kfz-betrieb«, dass er es vergangene Woche bei Terminen mit dem Hersteller am Rande der IAA in München nur sehr schwer habe ertragen können, wie sich der Hersteller für hohe Renditen feiere, während im Handel nur wenig übrig bleibe.

Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Fachredakteur Next Mobility/Entwicklungsredakteur