Weiterer VW-Diesel-Rückruf: Ältere 3-Liter-Modelle müssen zur Nachrüstung

Autor / Redakteur: dpa / Yvonne Simon

VW muss erneut Dieselfahrzeuge zurückrufen. Diesmal sind über 33.000 Euro-4-Fahrzeuge betroffen, die zwischen 2005 und 2008 gebaut wurden.

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VW ruft unter anderem ältere Touareg zurück.
VW ruft unter anderem ältere Touareg zurück.
(Bild: VW Touareg (2006–2010) / Thomas doerfer / CC BY 3.0)

Im Volkswagen-Konzern gibt es einen weiteren Pflichtrückruf für Dieselautos. Bei der Kernmarke VW-Pkw müssen rund 33.200 ältere Fahrzeuge aus den 2000er Jahren zur Nachrüstung. Wie ein Sprecher am Donnerstag in Wolfsburg mitteilte, handelt es sich im Einzelnen um etwa 27.500 Exemplare des Touareg sowie um 5.700 VW Phaeton. Sie wurden den Angaben zufolge zwischen 2005 und 2008 hergestellt und fallen in die Emissionsklasse Euro-4. Zuvor hatte der „Bayerische Rundfunk“ darüber berichtet.

Außerdem sollen in der aktuellen Rückrufwelle – zusammen mit einer früheren Aktion Anfang November – bei der Ingolstädter VW-Tochter Audi nach eigenen Angaben 89.000 Dieselfahrzeuge überarbeitet werden. Hierüber hatte Audi Ende der vergangenen Woche informiert. In der Gesamtzahl sind laut dem Unternehmen rund 50 000 A4, A6 und A8 mit dem großen 3,0-Liter-Diesel enthalten. Für Autos mit einem solchen Motor, aber modernerer Abgasnorm, hatte es im Volkswagen-Konzern bereits ebenfalls Rückrufe gegeben – auch bei Porsche. Aus dem Bundesverkehrsministerium gab es zunächst keine neuen Informationen.

Der Abgas-Skandal bei Volkswagen mit drastisch erhöhten Stickoxid-Werten im realen Straßenbetrieb war im September 2015 bekanntgeworden. Die Dieselkrise weitete sich von Fällen mit nachgewiesener Täuschungssoftware im weiteren Verlauf auch auf andere Modelle und Hersteller aus, die aus Sicht von Kritikern unzulässige „Abschalteinrichtungen“ nutzen. Dabei werden Abgase wegen des Schutzes von Motorbauteilen teils nicht vollständig gereinigt. Die jetzt genannten Fälle fallen in die Zeit weit vor „Dieselgate“.

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