Schmierstoffe Wenn der Lieferschmierfilm reißt

Von Steffen Dominsky 5 min Lesedauer

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Der US-Iran-Krieg hat energietechnisch weitreichende Auswirkungen – nicht nur auf Kraft- und Heizstoffe. Auch bei Schmierstoffen, allen voran Motorölen, spitzt sich die Lage immer weiter zu. Dabei steigen nicht nur Preise, sondern es kommt bereits zu Lieferengpässen.

Aufgrund des USA-Iran-Kriegs geht es aktuell mit der Lieferfähigkeit von (hochwertigen) Motorölen bergab, während die Preise steigen. Die Werkstattkette ATU hat aktuell eine Preisgarantie ausgesprochen.(Foto:  A.T.U)
Aufgrund des USA-Iran-Kriegs geht es aktuell mit der Lieferfähigkeit von (hochwertigen) Motorölen bergab, während die Preise steigen. Die Werkstattkette ATU hat aktuell eine Preisgarantie ausgesprochen.
(Foto: A.T.U)

„Auf dem Highway ist die Hölle los“ lautet der deutsche Titel einer alten, bekannten US-Actionkomödie, die dort am 19. Juni 1981 in die Kinos kam. In Anlehnung an diesen Titel dürfte es elf Tage und 45 Jahre später hierzulande heißen „An der Tankstelle ist die Hölle los“. Schließlich läuft dann der sogenannte Tankrabatt aus, den die Bundesregierung als Reaktion auf die stark gestiegenen Kraftstoffpreise für zwei Monate beschlossen hatte. Doch nicht nur Kraftstoffpreise waren als Reaktion auf den US-Iran-Krieg in bislang unbekannte Höhen geschnellt. Nein, auch andere Ölprodukte sind von der Straßensperrung rund um Hormus betroffen.

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Produkte wie z. B. Motorenöle. Und so gibt es allen voran bei der Herstellung hochwertiger Öle seitdem ein Problem. Und das hört auf den Namen „Grundöle“. Sie sind die Basis jeden Motoröls – hinzu kommen die bekannten Additive. Eingeteilt werden Grundöle in fünf Gruppen (römisch: I, II, III und IV, V). Am weitesten verbreitet sind mittlerweile Gruppe-III-Öle, die „Premium“-Gruppe unter den Petroleum-Grundölen. Schuld an besagtem Problem für die Herstellung hochwertiger Motoröle hat die Tatsache, dass mehr als 70 Prozent der europäischen Gruppe-III-Grundölimporte aus der Golfregion stammen. Und da dem so ist, stiegen seit Kriegsbeginn deren Preise auf dem sogenannten Spotmarkt auf bis 2.500 US-Dollar pro Tonne – das ist mehr als doppelt so viel wie zu Kriegsbeginn. Mittlerweile sprechen Experten sogar davon, dass dieser Markt für Grundöle faktisch leer gefegt ist bzw. kaum noch existiert.