Werkstattausrüstung: Korunderneuert

Seit Januar 2017 werden Bremsprüfstände zusätzlich zur Stückprüfung kalibriert. Verschlissene Rollen können dabei die Zuteilung des begehrten Kalibrierscheins gefährden. Sie neu zu beschichten, könnte eine Alternative zum teureren Neukauf sein.

| Autor: Ottmar Holz

Die meisten Rollen weisen alle Stadien zwischen unbeschädigt und völlig blank auf. Daher sollte man nicht nur die Schadstellen ausbessern, sondern immer satzweise komplett instand setzen.
Die meisten Rollen weisen alle Stadien zwischen unbeschädigt und völlig blank auf. Daher sollte man nicht nur die Schadstellen ausbessern, sondern immer satzweise komplett instand setzen. (Bild: Rehart)

Jahrzehntelang war der Oberflächenzustand der Bremsprüfstandsrollen kein Thema. Was soll an einer Stahlwalze mit aufgeschweißten Noppen oder Stegen schon groß verschleißen? Die zweijährlich fällige Stückprüfung beschränkte sich meist auf einen schnellen Blick – doch heutzutage reicht „noch vorhanden“ nicht mehr aus.

Diverse Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen und auch der Vorgaben einiger Fahrzeughersteller führten zu einer zunehmenden Verbreitung von reifenschonenden Rollenoberflächen. Bei ihnen sorgen in einer Kunstharzschicht eingebettete Siliziumkarborund- (SiC oder auch umgangssprachlich Siliziumkarbid) oder Korundkörnchen für den nötigen Grip.

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