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Wichert-Insolvenz: Sanierungsexperten angeheuert

| Autor: Jens Rehberg

Nachdem die finanzielle Schieflage des Hamburger Händlers öffentlich geworden ist, hat sich ein Unternehmenssprecher zu den Gründen für die Insolvenz geäußert. Die Aussagen sind allerdings sehr allgemein.

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Das erst kürzlich fertiggestellte Audi-Terminal von Auto Wichert in Hamburg.
Das erst kürzlich fertiggestellte Audi-Terminal von Auto Wichert in Hamburg.
(Bild: Auto Wichert)

„Das Eigenverwaltungsverfahren ist erforderlich, da die nachhaltige Unternehmensfinanzierung nicht mehr gewährleistet ist“ – diese Erklärung hat ein auf Insolvenzthemen spezialisierter Kommunikationsberater, den Auto Wichert engagiert hat, am Mittwoch verbreitet. Konkretere Aussagen zu den Gründen für die akute Krise bei Wichert waren auch auf Nachfrage nicht zu bekommen.

Gestern war bekannt geworden, dass die Auto Wichert GmbH beim Amtsgericht Hamburg Mitte einen Antrag auf Eröffnung eines Eigenverwaltungsverfahrens gestellt hat.

Weiter heißt es in der Erklärung, die aktuellen Absatzzahlen seien zufriedenstellend – „Wir konnten den jährlichen Absatz von 2018 auf 2019 nochmal steigern“. Auch im Service seien die Auftragsbücher gut gefüllt. Diese Zitate sind vor dem Hintergrund zu sehen, dass Wichert sich nach eigenen Angaben in den kommenden Wochen mit Hochdruck auf die Suche nach einem strategischen Investor machen will.

Für die Erstellung eines kurzfristig auszuarbeitenden Sanierungskonzeptes setzen die drei Wichert-Geschäftsführer auf die Unterstützung externer Experten. So stehen jetzt zwei zusätzliche „Restrukturierungsgeschäftsführer“ der Kanzlei Görg, die auf Wirtschaftsrecht, Steuerberatung und Insolvenzverwaltung spezialisiert ist, auf der Gehaltsliste von Wichert.

Drei Monate haben die fünf Geschäftsführer unter Beobachtung des vom Gericht bestimmten vorläufigen Sachwalters jetzt Zeit für die Investorensuche – so lange bezahlt die Bundesagentur für Arbeit die Gehälter der rund 1.350 Angestellten.

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Über den Autor

 Jens Rehberg

Jens Rehberg

Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«