Suzuki „Wir haben meistens gar nicht kommuniziert“

Autor: Yvonne Simon

Sinkender Marktanteil, kaum Kommunikation: Im Suzuki-Handel war die Stimmung zuletzt am Tiefpunkt. Der neue Importeursgeschäftsführer Kazuyuki Yamashita und Vertriebschef Daniel Schnell räumen Fehler ein und erklären, was sich ändern soll.

Suzuki-Deutschland-Geschäftsführer Kazuyuki Yamashita (li.) und sein Stellvertreter Daniel Schnell, der gleichzeitig Vertriebschef ist, wollen die Händler motivieren.
Suzuki-Deutschland-Geschäftsführer Kazuyuki Yamashita (li.) und sein Stellvertreter Daniel Schnell, der gleichzeitig Vertriebschef ist, wollen die Händler motivieren.
(Bild: Simon/»kfz-betrieb«)

Redaktion: Herr Yamashita, Sie sind seit etwas über drei Monaten Geschäftsführer bei Suzuki in Deutschland. Was wollen Sie anders machen als Ihr Vorgänger, Herr Maruyama?

Kazuyuki Yamashita: Bekanntermaßen hat Suzuki in Deutschland vor zwei Jahren eine drastische Umstrukturierung vorgenommen. Die Belegschaft wurde verkleinert. Im Rahmen der Reorganisation hatten Herr Maruyama und sein Team auch beschlossen, die Anzahl der Autohäuser zu reduzieren. Die Kommunikation mit den Händlern war in dieser Zeit nicht ausreichend. Das hat zu vielen Missverständnissen geführt. Wir müssen die Kommunikation zwischen Importeur und Händlern sowie dem Händlerverband verbessern. Damit haben wir bereits begonnen. Einige Händler habe ich schon besucht. Mit dem Verband werden wir künftig regelmäßig Treffen organisieren.

Die Händler haben bemängelt, dass es zuletzt kaum offene und persönliche Kommunikation gab. Einige berichteten, sie hätten Angst Kritik zu äußern, da ihnen dann die Verträge gekündigt würden. Wie konnte es so weit kommen?

Yamashita: Ich war zu der Zeit noch nicht in Bensheim, aber ich sehe zwei Gründe: unsere interne Struktur und die Pandemie. Wir haben unzureichend miteinander kommuniziert und die Zuständigkeiten waren nicht immer klar verteilt. Dadurch war auch die Kommunikation mit den Händlern schlecht. Im letzten Jahr haben wir negative Informationen nicht mit den Händlern besprochen, nur positive – davon gab es aber kaum welche. Also haben wir meistens gar nicht kommuniziert. Das hat eine negative Atmosphäre und immer mehr Distanz geschaffen.

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 Yvonne Simon

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Redakteurin Management & Handel