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Zielerhöhung: Opel lässt doch mit sich reden

| Autor: Jens Rehberg

Rüsselsheim rudert bei seiner pauschalen Verkaufszielerhöhung für die deutschen Opel-Händler nun offenbar doch ein Stück zurück. Dazu musste allerdings erst der Partnerverband aktiv werden.

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(Bild: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Einigen Händlern sei Rüsselsheim im Rahmen von Gesprächen, die der Außendienst mit ihnen geführt habe, entgegengekommen, sagte der Vorstandssprecher des Opel-Händlerverbandes (VDOH) Peter Müller am Donnerstag auf Anfrage. „Aus dem Händlerfeld erfahren wir, dass bei einigen Vertriebspartnern Einigung erzielt wurde, bei anderen Händlern sind die Verhandlungen noch im Gange“, so Müller. „Es gibt aber auch Händler, bei denen keine Einigung erzielt werden konnte.“

Opel hatte zuvor das Verkaufsziel für seine Partner für das Abschlussquartal dieses Jahres pauschal um 13 Prozent erhöht. Daraufhin hatte der VDOH den Hersteller aufgefordert, stattdessen die Zielanpassung mit jedem Partner individuell zu klären. „Der jeweilige Händler muss ja überhaupt erst mal genug Bestellware haben, die er dann zulassen kann“, sagte der Verbandsvorstand.

Opel-Marktanteil muss hoch

Einigkeit zwischen dem Hersteller und dem VDOH besteht zumindest darin, dass gemeinsam im vierten Quartal ein Marktanteil von sechs Prozent angestrebt werden müsse. „Mit einem Marktanteil unter sechs Prozent kann keiner zufrieden sein“, betont Peter Müller. „Dazu müssen aber die Voraussetzungen geschaffen werden, und es muss sichergestellt sein, dass Opel auch liefern kann.“

Über die zahlreichen anderen Brennpunktthemen, zu denen die Händlervertreter des VDOH im Rahmen verschiedener Ausschüsse derzeit im Gespräch mit Rüsselsheim sind, tausche man sich nach wie vor konstruktiv aus, so Müller. Unter anderen sucht man aktuell nach gemeinsamen Lösungen in Sachen Datenschutz oder auch zu dem von Opel angestrebten neuen CRM-Konzept. Auch um die Grundlagen für den CSI-Bonus werde weiterhin intensiv diskutiert. „Noch liegen die Ansichten zu diesen Themen ein Stück weit auseinander“, sagt der VDOH-Vorstandssprecher. „Wir werden nicht locker lassen, hier praktikable Lösungen für den Handel durchzusetzen.“

Was genau ist ein „neues Modell“?

Zudem hatte in der vergangenen Woche eine Festmargenkürzung bei zwei wichtigen Opel-Modellen für Aufregung im Händlernetz gesorgt. „Bei neuen Modellen kann der Hersteller in der Tat unmittelbar die Fixmarge anpassen“, stellt Peter Müller hierzu klar. „Die Frage ist allerdings – ist ein Crossland-Facelift wirklich ein neues Modell oder eben lediglich ein überarbeitetes.“ Diese Frage werde man nun mit Opel klären.

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Über den Autor

 Jens Rehberg

Jens Rehberg

Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«