Suchen

Zwei Infiniti-Rückrufe: Probleme mit Airbag und Motorsteuergerät

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Jakob Schreiner

Die japanische Nissan-Tochter Infiniti verkündet zwei Rückrufaktionen. Bei den Modellen Q30 und QX30 kann der Fahrerairbag überraschend auslösen. Q50 und Q60 benötigen ein Softwareupdate für das Motorsteuergerät.

Firmen zum Thema

Infiniti nannte keine konkreten Zahlen für die Rückrufaktion für Q30 und QX30. In Deutschland dürften aber rund 1.500 Fahrzeuge betroffen sein.
Infiniti nannte keine konkreten Zahlen für die Rückrufaktion für Q30 und QX30. In Deutschland dürften aber rund 1.500 Fahrzeuge betroffen sein.
(Foto: Infiniti)

Ein bereits vom verwandten Mercedes GLA bekannter Rückruf wegen eines überraschend auslösenden Fahrerairbags hat nun auch Infiniti für die Modelle Q30 und QX30 gestartet. Bei allen seit Produktionsbeginn 2015 bis 19. Juli 2017 gebauten Fahrzeugen kann es mangels Erdung der Lenksäule zur Fehlermeldung für den Fahrerairbag kommen. Dies bestätigte ein Sprecher des Infiniti Center Europe. Falls die Fehlermeldung über einen längeren Zeitraum ignoriert werde, könne ein elektrischer Impuls im Extremfall den Fahrerairbag auslösen.

Bei weltweit 48.837 Einheiten installiert die Werkstatt als Abhilfemaßnahme einen Plastikring. Hierfür sind 25 Minuten angesetzt. Anschließend erfolgt ein Eintrag im Garantiesystem unter dem Aktionscode „PG7BS“. Eine Stückzahl für Deutschland nannte der Sprecher nicht. Geht man davon aus, dass alle hierzulande bis Mitte des Jahres neu zugelassenen Modelle betroffen sind, käme man auf eine Stückzahl von knapp 1.500 Fahrzeuge.

Deutlich kleiner ist ein zweiter Rückruf für die Modelle Q50 und Q60 mit Dreiliter-Turbo-Benzinmotor. Bei Fahrzeugen aus dem Produktionszeitraum 8. Mai 2015 bis 7. September 2017 werden unter Umständen durch eine fehlerhafte Software im Motorsteuergerät (ECM) bestimmte Störungen des Automatikgetriebes nicht durch die Motorcheckleuchte „MIL“ angezeigt. Dies könne sich negativ auf die Fahrzeugemmissionen auswirken, sagte der Sprecher. Aktion „ R1726“ sieht eine Umprogrammierung des ECM vor. Dies dauert laut Hersteller eine halbe Stunde. Von den 620 in Europa betroffenen Modellen sind 124 in Deutschland registriert.

(ID:45059576)

Über den Autor

 Niko Ganzer

Niko Ganzer

Freier Journalist