25 Jahre Deutsche Einheit: Die Kfz-Branche in Ostdeutschland

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Die Wiedervereinigung war zugleich ein Neuanfang. Was sich daraus entwickelte, schildern Vertreter der Hersteller und Dienstleister.

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(Bild: Schreiner /»kfz-betrieb«)

25 Jahre Deutsche Einheit – das ist auch für die Kfz-Branche ein besonderer Anlass, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Mit der Spezialausgabe „25 Jahre deutsche Einheit – Das Kfz-Gewerbe in Ostdeutschland“ beleuchtet »kfz-betrieb« die Entwicklung von Autohäusern, Werkstätten, Aftermarket-Ausrüstern und Sachverständigen in den sogenannten fünf neuen Bundesländern.

„Von der Wiedervereinigung haben nicht alle Menschen in Deutschland profitiert. Die Wendezeit hat viele Schicksale mit sich gebracht. Das gilt auch für das Kfz-Gewerbe“, sagt »kfz-betrieb«-Chefredakteur Wolfgang Michel. Anfang der neunziger Jahre herrschte Goldgräberstimmung in Ostdeutschland – aber nicht alle sind auf eine Goldmine gestoßen. Auch die vom damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl versprochenen ‚blühenden Landschaften‘ sind bis heute nicht überall oder deutlich später als gedacht entstanden. „Dennoch gibt es ebenso viele Erfolgsgeschichten zu feiern – sowohl von Autohändlern, die sich vom Westen in den Osten aufgemacht haben, als auch von ostdeutschen Autohändlern, die ihr Glück im Westen suchten“, berichtet er. Nicht zu vergessen sind zudem die vielen markengebundenen Autohäuser und Freien Werkstätten, die sich in ihrer jeweiligen ostdeutschen Region in den vergangenen 25 Jahren hervorragend entwickelt haben.

25 Jahre Kfz-Gewerbe in Ostdeutschland
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Die Mannschaft von »kfz-betrieb« hat in den vergangenen Wochen in Ostdeutschland sowie in den eigenen Archiven recherchiert und mit vielen Menschen gesprochen, die die Wendezeit miterlebt haben. Neben Porträts von Händlern, Automobilherstellern, Zulieferbetrieben und Dienstleistern hat das Team interessante Statistiken aus dem ostdeutschen Markt zusammengetragen.

Beispiel gefällig? „Der Nachfrageboom nach Gebraucht- und Neufahrzeugen in den neuen Bundesländern scheint weiterhin ungebrochen. Bis Ende letzten Jahres (1990) wuchs der Fahrzeugbestand von 3,9 auf mehr als 5,2 Millionen Einheiten. Allein aus den alten Bundesländern wurden bis Ende 1990 rund 200.000 Neufahrzeuge nach Ostdeutschland verkauft. Dazu kommt noch die schier unglaubliche Zahl von 1,2 Millionen Gebrauchtwagen. Bei einem Durchschnittspreis von geschätzten 13.000 D-Mark pro Fahrzeug haben die Neubundesbürger im vergangenen Jahr etwa 18,2 Milliarden Mark für den Kauf von Neu- und Gebrauchtwagen ausgegeben“ (Quelle: »kfz-betrieb«, September 1991).

Ostdeutsche Wurzeln des Branchenmagazins

„25 Jahre Deutsche Einheit ist für uns erfreulicher Anlass und Verpflichtung zugleich: Schließlich haben Vogel Business Media und »kfz-betrieb« ihre Wurzeln in den neuen Bundesländern. 1891 gründete Carl Gustav Vogel (1868 – 1945) den Vogel Verlag im thüringischen Pößneck. Am 10. Oktober 1911 erschien die erste Ausgabe des »Auto-Markt Pössneck«, des Vorläufers der heutigen Medienmarke »kfz-betrieb«“, erinnert der Chefredakteur.

Tiefere Einblicke in die Entwicklung der ostdeutsche Automobilbranche seit der Wiedervereinigung gibt die »kfz-betrieb«-Ausgabe 32 vom 7. August 2015. Sie ist unter www.kfz-betrieb.vogel.de/einzelheftbestellungzum Preis von 8,30 Euro erhältlich.

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