500 Millionen für neue Skoda-CI sind gut investiert

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Lässt sich aus dem Plus im Teileverkauf auf eine steigende Kundenloyalität schließen?

Es ist eine Herausforderung, gerade Kunden mit älteren Fahrzeugen an unsere Werkstätten zu binden. Wenn diese Gruppe sich bei uns gut aufgehoben fühlt, werden wir die Kundenbindung stetig weiter steigern. Hier können viele Betriebe sicher noch Potenzial heben. Um dies möglich zu machen, haben wir bei der Planung der Infrastruktur darauf geachtet, dass die Betriebe den relevanten Servicemarkt angemessen bedienen können, die Werkstatt also nicht zu klein ist, damit keine langen Wartezeiten entstehen.

Stichwort Service – wie sieht es eigentlich mit den reinen Servicebetrieben aus?

Auch da müssen wir ran. Seit Mitte letzten Jahres stehen die reinen Servicepartner auf der Agenda der Netzentwicklung. Sie haben inzwischen alle eine Bauberatung erhalten und setzen jetzt ebenfalls die neuen Standards um. Eine große Aufgabe ist dabei, die Anforderungen in den Mehrmarkenbetrieben mit den Gegebenheiten abzustimmen – selbst wenn es sich dabei um weitere Konzernmarken handelt.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Gibt es im Service überhaupt größeren Handlungsbedarf?

Sicher, insbesondere das optische Erscheinungsbild lässt sich noch verbessern. Es geht um die Wirkung auf den Kunden und die Begegnungsqualität. Einzelne Betriebe haben noch das Flair der Sechzigerjahre. In diese Umgebung passt unsere neue CI überhaupt nicht. Zudem wollen wir in Servicebetrieben nicht Kunden zweiter Klasse schaffen, sondern eine einheitliche Betreuungsqualität erreichen, um die Kundenzufriedenheit durchgängig hoch zu halten. Daneben gibt es Betriebe, die Dialogannahmen, Vermessungsplätze oder Ähnliches nachrüsten müssen.

Welche Summen hat denn der Handel in die Baumaßnahmen letztlich gesteckt?

Insgesamt haben die deutschen Händler rund 500 Millionen Euro investiert. Darin spiegelt sich wider, dass deutlich mehr Betriebe komplett neu gebaut haben, als wir erwartet hatten, nämlich 80 statt 25. Die Umrüstung eines bestehenden Betriebs auf das neue Handelsdesign kostete für die CI-Maßnahmen etwa 80.000 bis 100.000 Euro, in einen größeren Umbau sind etwa 300.000 Euro geflossen.

Welche Lebensdauer geben Sie dem neuen Corporate Design eigentlich?

Wir werden mit dem jetzt geschaffenen Erscheinungsbild – übrigens ist es die erste Umstellung nach rund zwölf Jahren – sehr lange leben können. Es ist zeitlos und von hoher Qualität. Und: Es wird auch künftigen Skoda-Modellen eine adäquate Bühne bieten. Über die veränderbaren Elemente wie Communication Wall außen und Highlight Wall innen lassen sich langfristig immer wieder neue Akzente setzen.

Hand aufs Herz. Gab es Elemente in den Standards, die nicht funktionierten?

Viele Kleinigkeiten haben wir tatsächlich in der Pilotphase geändert, etwa höhenverstellbare Schreibtische, Abstellflächen für Drucker oder zusätzliche Prospektständer. Ein Erlebnis gab es mit der Communication Wall. Dort sollten eigentlich aufgeklebte Poster die Neuheiten präsentieren. Allerdings hatte sich dann herausgestellt, dass die Verarbeitungstemperatur nur zwischen 10 und 25 Grad Celsius liegt. Da mussten wir nachbessern. Jetzt sind die Motive auf einem speziellen Mashbanner zu sehen, das über einen Spann- und Kurbelmechanismus leicht auszutauschen ist. Im Kern haben sich die Designelemente aber alle bewährt.

(ID:44440343)