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Gab es durch die Maßnahmen der letzten Jahre im Händlernetz signifikante Veränderungen?
Nein, nur etwa sieben Prozent der Partner wollten oder konnten den eingeschlagenen Weg nicht mitgehen. Freie Gebiete werden wir soweit möglich mit der eigenen Händlerschaft besetzen. Insofern gibt es auch bei uns, wie in der ganzen Branche, einen Trend zur Filialisierung.
Ein weiter Blick zurück: Seit 2014 sind die Händler dabei, ihre Häuser an die Skoda-CI anzupassen. Wie lange haben Sie davor schon an der Umsetzung gearbeitet?
Vor der Umsetzung haben wir uns zwei Jahre lang sehr intensiv mit dem neuen Erscheinungsbild beschäftigt. Wir mussten das für die weltweite Nutzung entwickelte Design an den deutschen Markt anpassen, damit es zu den Bestandsbetrieben passt. Ausführliche und vielfältige Gespräche mit Architekten, Lieferanten, Bauunternehmen und Pilotbetrieben waren notwendig mit Testphasen, Veränderungen und neuerlichen Tests. Die Erfahrungen flossen dann in den Katalog der Standards ein.
Wie waren denn die Händler in den Prozess eingebunden?
Das Corporate Design ist ja ein weltweites Thema für Skoda – das sich übrigens auch global in der Endphase befindet –, und wir mussten das Paket so schnüren, dass es den Anforderungen in Deutschland entspricht. Skoda Deutschland hat sich während der Entwicklungsphase intensiv mit Vertretern des Händlerverbands ausgetauscht. Ich denke, darin liegt auch ein wesentliches Erfolgsrezept für die positive Umsetzung.
Mit Kosten ist die Umrüstung aber dennoch verbunden. Womit haben Sie die Betriebe überzeugt, geht doch die große Mehrheit den Weg mit …
Wir haben die Vorbereitungsphase genutzt, um mit jedem Partner zu sprechen, eine mittelfristige Geschäftsplanung aufzusetzen und seine Potenziale herauszuarbeiten. Dadurch entwickelten die Händler ein Gefühl, was in den modernisierten Betrieben notwendig ist, um den geplanten Wachstumskurs von Skoda mitzugehen.
Sie haben also einen Businessplan für jeden einzelnen Händler erarbeitet?
Das ist richtig. Dass am Ende viel mehr Um- und Neubauten entstanden, als wir selbst zunächst geglaubt hatten, hat sicher damit zu tun. Die Händler konnten ziemlich genau erkennen, welche Infrastruktur sie benötigen, um das maximal mögliche Geschäft realisieren zu können. Die große Investitionsbereitschaft zeugt vom großen Vertrauen, das unsere Partner in die Zukunft unserer Marke setzen.
Halten die Pläne der Realität stand?
Nachweislich ja. Wir können trotz der Investitionsbelastungen eine leicht steigende Rendite im Handel verzeichnen und erkennen keine wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die aus der CI-Umstellung resultieren. Natürlich wusste der Handel frühzeitig, wann Skoda welche neuen Modelle auf den Markt bringen wird, und die Partner kennen die Eckpfeiler unserer bevorstehenden SUV-Offensive, beginnend mit dem Skoda Kodiaq.
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