Absatzeinbruch: Aus für die Dodge Viper

Redakteur: Wolfgang Sievernich

Schwache Absatzzahlen sorgen für das verfrühte Produktionsende des legendären US-amerikanischen Sportwagens. Nach 25 Jahren Bauzeit beißt die Viper ab 2017 nicht mehr.

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Nach 25 Jahren wird die Viper 2017 das letzte Mal ausgeliefert.
Nach 25 Jahren wird die Viper 2017 das letzte Mal ausgeliefert.
(Foto: FCA)

Fiat Chrysler wird die Produktion einer amerikanischen Sportwagen-Legende beenden: der Dodge Viper. Die maskuline Schlange mit 8,4-Liter-V10-Motor und 650 PS erreicht schon seit einigen Jahren zu geringe Absatzzahlen, als dass sich eine fortgeführte Produktion für den italienisch-amerikanischen Automobilhersteller noch lohnen würde.

2014 setzte Fiat Chrylser 760 Neuwagen der Dodge Viper weltweit ab. Zum Vergleich: Porsche verkaufte alleine im Monat September in Deutschland rund 590 Einheiten vom Sportwagen 911. Trotz Kleinserie sind 760 Stück pro Jahr für eine rentable Produktion einfach zu wenig. Ein Nachfolger der Viper ist aktuell nicht geplant.

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Die erste Generation der Viper kam 1992 auf den Markt und wurde in Europa noch als Chrysler vermarktet. Der Motor wurde damals von der zwischenzeitlichen Chrysler-Tochter Lamborghini überarbeitet. In Europa hatten die Modelle anfangs zwischen 394 und 456 PS. 2003 folgte unter Daimler-Chrysler die zweite Generation: Zwei V10-Motoren mit 8,3 und 8,4 Liter Hubraum leisteten bis zu 612 PS. Das zwischenzeitliche Ende folgte 2010 mit der Weltwirtschaftskrise und einem radikalen Absatzeinbruch.

Schon 2012 aber brachte das Unternehmen die dritte Version auf den Markt. Statt unter dem Label Chrysler oder der sportlichen US-Tochtermarke Dodge kam die Viper als SRT und damit eigene Marke in den Handel. Als Abkürzung für Street and Racing Technology sollte die „Schlange“ nun für Furore sorgen. Schon 2014 aber wechselte man wieder zurück auf Dodge als Markennamen. Mit einem 8,4 Liter V10 Aggregat und 694 PS endet die Laufzeit der aktuellen Viper dann endgültig nach 25 Jahren im Jahr 2017.

Freunde schneller US-Sportwagen müssen aber nicht tief trauern. Mit dem Dodge Challenger SRT8 Hellcat gibt es eine Alternative aus dem gleichen Haus. Mit der Corvette Z06 (659 PS) und dem Ford Mustang Shelby Super Snake (rund 650 PS) steht die Konkurrenz bereit, die Viper-Kunden zu übernehmen.

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