Anna Sievering erhält ersten Athena-Preis

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Der Einsatz für die Gesellschaft ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Um positive Beispiele von Auszubildenden im Kfz-Gewerbe zu würdigen, vergibt der ZDK den Athena-Preis. Erste Preisträgerin ist Anna Sievering.

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ZDK-Präsident Jürgen Karpinski und Anne Sievering, die erste Athena-Preisträgerin.
ZDK-Präsident Jürgen Karpinski und Anne Sievering, die erste Athena-Preisträgerin.
(Bild: Schmidt / »kfz-betrieb«)

Anna Sievering ist die erste Trägerin des deutschen „Athena-Preises“. Die 20-jährige Fahrzeuglackiererin vom Autohaus Kunzmann hat „entschlossen gehandelt und einen unverzichtbaren Beitrag zu mehr Menschlichkeit geleistet“, betonte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski bei der feierlichen Preisverleihung auf der Automechanika in Frankfurt. Mit der Auszeichnung würdigt der ZDK soziales Engagement und Zivilcourage von Auszubildenden. Unterstützt wird der Preis von der Bank Deutsches Kfz-Gewerbe, der Nürnberger Versicherung sowie Fuchs Schmierstoffe. Medienpartner sind die Ausbildungsmagazine »Autofachmann« und »Autokaufmann«.

Anna Sievering hat den Verein „Wunsch am Horizont“ unterstützt, der todkranken Patienten einen letzten Wunsch erfüllt. Für den Transport der Patienten hatte der unterfränkische Verein einen Krankenwagen erworben, die notwendige Lackierung konnte der spendenfinanzierte Verein jedoch nicht mehr stemmen.

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Sievering sprang ein – mit Unterstützung ihrer Ausbilder. Das Autohaus Kunzmann sponserte Material wie Spachtelmasse, Grundierung und Lack; ebenso stellte der Betrieb Werkstatt und Technik bereit. In 90 Arbeitsstunden lackierte die Auszubildende nach Feierabend und samstags das „Wunsch-Mobil“.

Der Athena-Preis ist mit einem Weiterbildungszuschuss in Höhe von 4.000 Euro verbunden. Sievering, die im Juli 2016 ihre Ausbildung zur Fahrzeuglackiererin abgeschlossen hat, arbeitet im Autohaus Kunzmann. Der ZDK-Präsident lobte auch den Ausbildungsbetrieb: „Sie haben nicht nur jede Menge Fachwissen und Können mitgegeben, sondern auch Mut gemacht, sich für andere einzusetzen, und damit wichtige Werte unserer Gesellschaft vorgelebt.“ Die Ausbildungsbetriebe vermitteln dabei weit mehr als nur autobezogene Kompetenz. Es sei ein Anliegen des Kfz-Gewerbes, jungen Leuten in einer sich immer schneller drehenden Zeit auch Menschlichkeit und soziale Verantwortung mit auf den Weg zu geben, so Karpinski.

Weitere Auszeichnung geht nach Österreich

Ein weiterer Preis ging nach Österreich an Kevin Jansky vom Technik Center im Magistrat der Stadt Wien. Er setzt sich für das Projekt „Kids for Freedom“ ein, das bedürftigen Kindern einen einwöchigen Urlaub auf einem Segelschiff ermöglicht. „Solch außergewöhnliche Leistung soll Ansporn für alle Auszubildenden in Deutschland und Österreich sein, ähnliches Engagement zu zeigen“, sagte Bundesinnungsmeister Friedrich Nagl bei der Verleihung.

Die Bundesinnung Fahrzeugtechnik in Österreich hat den Athena-Preis vor zwei Jahren ins Leben gerufen. Der ZDK und die Initiative „Autoberufe – Mach Deinen Weg!“ haben sich 2016 diesem Projekt angeschlossen. Beide Verbände nutzten nun gemeinsam die Automechanika, um ihren Preisträger auszuzeichnen.

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