Neuwagen Audi bereitet Händler auf weitere Lieferprobleme vor

Von Martin Achter

Der Handel ist bereits sauer und muss Kunden vertrösten. Jetzt bereitet Audi seine Händler darauf vor, dass sich die Situation für sie und Fahrzeugkäufer auf absehbare Zeit nicht verbessern könnte. Der Hersteller gibt seinen Partnern zudem Ratschläge, wie sie Kunden beschwichtigen sollen.

Audi rechnet im Neuwagengeschäft nicht mit einer baldigen Entspannung der Lage.
Audi rechnet im Neuwagengeschäft nicht mit einer baldigen Entspannung der Lage.
(Bild: Achter – »kfz-betrieb« )

18 Monate oder vielleicht sogar mehr: Audi-Käufer werden sich mit dem Empfang ihrer Fahrzeuge wohl auf absehbare Zeit gedulden müssen – und die Händler dürfen bei ihnen stellvertretend für den Hersteller um Verständnis werben. Die Volkswagen-Tochter hat ihre Händlerschaft am Donnerstag in einem Schreiben „mit offenen Worten“ darauf vorbereitet, dass die Liefersituation in den nächsten Monaten wohl angespannt bleiben werde. Sie ging dabei speziell auf die Situation bei E-Autos und Plug-in-Modellen ein.

In dem Brief, der »kfz-betrieb« vorliegt, bittet die Leitung des Vertriebs Deutschland die Händlerschaft um Verständnis für die problematische Lieferbarkeit von Neuwagen: „Wir können uns dafür bei Ihnen und allen Kund_innen nur entschuldigen und wollen dabei auch ehrlich sein: In den nächsten Monaten wird die Situation leider weiterhin von Unsicherheit geprägt sein.“