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Auto Bierschneider übernimmt VW-Traditionshaus Wagenblast

| Autor: Viktoria Hahn

Die Zukunft des insolventen Volkswagen-Händlers Wagenblast ist geklärt: Die Bierschneider-Gruppe übernimmt alle fünf Standorte in Aalen, Heidenheim, Schwäbisch Gmünd und Bettringen und fast alle 225 Mitarbeiter.

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Die Autohausgruppe Bierschneider hat den in die Insolvenz gegangenen Traditionshändler Wagenblast übernommen.
Die Autohausgruppe Bierschneider hat den in die Insolvenz gegangenen Traditionshändler Wagenblast übernommen.
(Foto: Wehner)

Nachdem das Autohaus Wagenblast vor rund zwei Monaten einen Insolvenzantrag gestellt hatte, ist die Zukunft des ehemaligen VW-Top-Händlers nun gesichert. Wie aus einem Bericht der „Heidenheimer Zeitung“ vom 3. Juli hervorgeht, übernimmt die Autohausgruppe Bierschneider alle fünf Wagenblast-Standorte in Aalen, Heidenheim, Schwäbisch Gmünd und Bettringen sowie 211 der 225 Mitarbeiter. Für einen Teil der Mitarbeiter, die nicht übernommen werden, habe man eine Transfergesellschaft vereinbart.

Das Amtsgericht Aalen hatte zuvor am 1. Juli das Insolvenzverfahren über die Vermögen von Auto Wagenblast eröffnet und den Ulmer Rechtsanwalt Martin Hörmann zum Insolvenzverwalter bestellt. Auto Bierschneider hatte bereits Ende Juni ein bindendes Übernahmeangebot abgegeben. Der gesamte Betrieb von Auto Wagenblast konnte bis zur endgültigen Einigung mit Bierschneider vollumfänglich fortgeführt werden.

An der Spitze von Bierschneider steht Inhaber Michael Fleischmann (Mitte). Hier im Bild vor der Niederlassung Aalen mit den Geschäftsführern Daniel Barban (li.) und Timo Mages. Zum Vergrößern bitte anklicken.
An der Spitze von Bierschneider steht Inhaber Michael Fleischmann (Mitte). Hier im Bild vor der Niederlassung Aalen mit den Geschäftsführern Daniel Barban (li.) und Timo Mages. Zum Vergrößern bitte anklicken.
(Bild: Wom)

Offiziell nimmt Bierschneider den Betrieb an allen früheren Wagenblast-Standorten– außer am bereits vor der Insolvenz stillgelegten Standort in Bettringen – am 15. Juli auf. Michael Fleischmann, Inhaber und Geschäftsführer von Auto Bierschneider sagt dazu: „Wir wollen die Autohäuser nicht nur weiter betreiben, wir wollen sie auch weiter ausbauen.“ Die bislang auf zwei Gesellschaften verteilten Wagenblast-Autohäuser sollen künftig in einer GmbH firmieren. Der Verwaltungssitz ist in Aalen. Die Geschäftsführung übernehmen Daniel Barban und Timo Mages.

Mit der Übernahme sei nun sichergestellt, dass die Marken VW, VW Nutzfahrzeuge und Audi weiter gut in der Region vertreten seien. Erst im August 2019 hatte Bierschneider die Seat-Niederlassung in Hüttlingen übernommen. Fleischmann will nicht ausschließen, dass künftig an allen Standorten ein Seat-Service angeboten wird. Auch das Gebrauchtwagengeschäft soll erweitert werden: „Insbesondere im Bereich der „Jungen Gebrauchten“ wollen wir das Geschäft erheblich ausbauen“ meint Timo Mages. Hier sieht er ganz Ostwürttemberg bislang schlecht mit vergleichbaren Angeboten bedient.

Bierschneider beschäftigt künftig rund 1.100 Mitarbeiter

Die Autohausgruppe Bierschneider betreibt in Bayern und Baden-Württemberg künftig 23 Autohäuser der Marken VW, VW Nutzfahrzeuge, Audi, Seat, Skoda, Jaguar und Land Rover. Insgesamt beschäftigt die Gruppe nun rund 1.100 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr verkaufte Bierschneider rund 11.000 Neu- und 17.000 Gebrauchtwagen und erwirtschaftete einen Umsatz von knapp 520 Millionen Euro.

Wagenblast ist Vertragshändler für die Marken Volkswagen, Audi und Volkswagen Nutzfahrzeuge. Um die Zukunft des Unternehmens hatte es bereits im Vorfeld des Insolvenzantrags im April mehreren Berichten aus der Lokalpresse zufolge Spekulationen gegeben.

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Über den Autor

 Viktoria Hahn

Viktoria Hahn

Volontärin des Newsdesk von »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG